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Hamburg: Nach Thüringen-Eklat – hunderte FDP-Plakate für Bürgerschaftswahl zerstört

Nach Thüringen-Eklat  

Hunderte FDP-Plakate in Hamburg zerstört

10.02.2020, 17:26 Uhr | dpa

Hamburg: Nach Thüringen-Eklat – hunderte FDP-Plakate für Bürgerschaftswahl zerstört. Wahlwerbung der FDP für die Bürgerschaftswahl: In Hamburg wurden Hunderte Plakate der Partei zerstört.   (Quelle: imago images/Manngold)

Wahlwerbung der FDP für die Bürgerschaftswahl: In Hamburg wurden Hunderte Plakate der Partei zerstört. (Quelle: Manngold/imago images)

Die FDP steht nach den Vorfällen in Thüringen auch in Hamburg mit dem Rücken zur Wand. Zuletzt traten deutlich mehr Mitglieder aus der Partei aus – doch das war noch nicht alles.

Der politische Eklat in Thüringen hat für die FDP mitten im Hamburger Bürgerschaftswahlkampf konkrete Folgen. Rund 800 der rund 4.000 FDP-Plakate, die für den aktuellen Wahlkampf geklebt und aufgehängt worden waren, seien seit vergangenem Mittwoch zerstört und beschmiert worden. Das teilte FDP-Sprecher Alexander Fröhlich von Elmbach am Montag mit. "Das ist eine sehr hohe Zahl in einer kurzen Zeit", sagte von Elmbach. Im gleichen Zeitraum habe es in Hamburg etwa 15 Parteiaustritte aus der FDP gegeben. Auch das sei eine deutliche Häufung angesichts der kurzen Zeitspanne von weniger als einer Woche, sagte er.

Anfeindungen auch im Netz

"Ich habe heute 200 meiner Plakate eingesammelt, sie sind mit verfassungsfeindlichen Zeichen beschmiert und zerstört", twitterte der FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Kruse am Wochenende.

"Thüringen ging gar nicht – aber das hier ist bestimmt nicht die Lösung. Menschen, die sowas tun, beschützen unsere Demokratie nicht – sie zerstören sie mit." Nach Angaben der Partei waren die Plakate einiger FDP-Kandidaten mit Slogans wie "Nazi-Freund" überschrieben. FDP-Kandidat Jonas Bayer berichtete am Montag über Twitter auch von Anfeindungen im Netz.

Der FDP-Kandidat Thomas Kemmerich war am Mittwoch im Landtag in Erfurt überraschend mit den Stimmen von Liberalen, CDU und AfD zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Nach einem bundesweiten Proteststurm kündigte er seinen Rücktritt an, um so den Weg für eine Neuwahl freizumachen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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