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Klöckner: Doppelmoral bei Tier- und Umweltschutz

Hamburg  

Klöckner: Doppelmoral bei Tier- und Umweltschutz

13.02.2020, 12:22 Uhr | dpa

Im Zusammenhang mit dem Tier- und Umweltschutz hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) eine Doppelmoral der Verbraucher beklagt. "Wenn Sie heute in Hamburg eine Unterschriftenliste gegen Pflanzenschutzmittel auslegen, (...) die wäre sofort voll. Aber keiner von den Leuten würde bewusst in den Supermarkt gehen und sagen, ich hätte gern den Salatkopf mit den Schädlingen drin", sagte Klöckner am Donnerstag auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Hamburg-Bergedorf.

Die Ministerin kritisierte auch den Hamburger Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne): "Ich finde, wenn Senatoren sich äußern übers Grundwasser, dann sollten sie schon vorher die Fakten präsent haben." Kerstan hatte die Landwirte für Nitrat- und Stickoxide im Hamburger Grundwasser verantwortlich gemacht. Später hatte der Senat eingeräumt, dass die Nitratbelastung des Grundwassers in Hamburg und Umgebung deutlich unter dem EU-weit vorgeschriebenen Grenzwert liegt.

Angesichts von zwei Tierschützern, die Plakate mit Aufschriften wie "Tiere quälen ist nicht christlich" zeigten, sprach sich Klöckner für die Einführung eines Tierwohlsiegels aus. Sie verteidigte zudem Tierversuche zur Erforschung von Arzneimitteln. "Ich würde ungern Medikamente erstmalig am Menschen ausprobieren", sagte Klöckner. Tierversuche müssten jedoch streng reglementiert sein.

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