Sie sind hier: Home > Regional > Hamburg >

Hamburg: Coronavirus bei UKE-Mitarbeiter nachgewiesen

Erster Fall im Norden  

Klinik-Mitarbeiter in Hamburg mit Coronavirus infiziert

28.02.2020, 07:14 Uhr | dpa

Hamburg: Coronavirus bei UKE-Mitarbeiter nachgewiesen. Haupteingang des Uni-Klinikums Hamburg-Eppendorf: Einer der Mitarbeiter hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. (Quelle: dpa)

Haupteingang des Uni-Klinikums Hamburg-Eppendorf: Einer der Mitarbeiter hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. (Quelle: dpa)

Der Corornavirus breitet sich in Deutschland aus und erreicht nun auch den Norden. In Hamburg wurde ein erster Fall bestätigt. Der betroffene Mann arbeitet an einem Hamburger Kinderkrankenhaus.

Ein Mitarbeiter der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es ist die erste nachgewiesene Infektion mit Sars-CoV-2 in Hamburg, wie die Klinik und die Behörde für Gesundheit am späten Donnerstagabend mitteilten. Der Mann sei in Italien im Trentino im Urlaub gewesen und am Sonntag an seinen Wohnort nach Schleswig-Holstein zurückgekehrt.

Am Montag habe er noch am UKE gearbeitet – und dann am Dienstag während der Arbeit Krankheitssymptome entwickelt. Daraufhin habe er den Dienst abgebrochen, hieß es weiter. Alle Kinder und Eltern, die engen Kontakt mit dem Mitarbeiter hatten, gehen demnach nun 14 Tage in Quarantäne - je nach Gesundheitszustand im UKE oder zu Hause. Auch andere Mitarbeiter gehen nun in eine häusliche Isolation. Auf der betroffenen Station sollen vorerst keine neuen Patienten mehr aufgenommen werden.

Für Gebiet war kein Risiko ausgewiesen 

Der Infizierte selbst ist demnach in stabilem Zustand und in häuslicher Quarantäne. Seine Kontaktpersonen sollten informiert und getestet werden. Trentino sei nicht als Risikogebiet für das neuartige Coronavirus definiert gewesen, hieß es.

Der Fachstab Seuchenschutz der Hamburger Gesundheitsbehörde kam noch in der Nacht mit Experten des UKE zusammen, um über die Maßnahmen und das weitere Vorgehen zu beraten. Details sollen in einer Pressekonferenz am Freitag bekanntgegeben werden.

Deutschlandweit sind aktuell mehr als 30 Infizierte bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte am Donnerstag, der neue Erreger habe "pandemisches Potenzial" und könnte ohne die richtigen Maßnahmen "außer Kontrolle geraten". Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen. Die meisten Infizierten haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. 15 von 100 Infizierten erkrankten schwer, sagte der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI). 

Sie bekommen etwa Atemprobleme oder eine Lungenentzündung. Nach bisherigen Zahlen sterben ein bis zwei Prozent der Sars-CoV-2-Infizierten, was höher als bei der Grippe ist.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal