Sie sind hier: Home > Regional > Hamburg >

Hamburg: Weniger Blutspenden aus Angst vor Coronovirus

Wegen Coronavirus  

Blutspenden in Hamburg stark zurückgegangen

10.03.2020, 07:57 Uhr | dpa

Hamburg: Weniger Blutspenden aus Angst vor Coronovirus. Ein Blutspender beim DRK-Blutspendedienst: In Hamburg gibt es weniger Blutspenden, vermutlich wegen dem Coronavirus. (Quelle: dpa/Charisius/Archivbild)

Ein Blutspender beim DRK-Blutspendedienst: In Hamburg gibt es weniger Blutspenden, vermutlich wegen dem Coronavirus. (Quelle: Charisius/Archivbild/dpa)

Offenbar aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus spenden derzeit immer weniger Menschen Blut in Hamburg. Nun appellieren Krankenhäuser an mögliche Spender. Denn die Vorräte werden weniger.

In Hamburg spenden derzeit weniger Menschen Blut als üblich. Die Einrichtungen, die diese Spenden dringend benötigen, appellieren nun, weiter zu spenden und sich nicht von dem Coronavirus abschrecken zu lassen. "Blutspenden ist weiter wichtig", betonte der Leiter der Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf, Sven Peine, am Montag.

In der vergangenen Woche ist die Zahl der Spender um etwa 30 Prozent zurückgegangen, am Donnerstag und Freitag sogar um 50 Prozent. Peine vermutet, dass der Rückgang nicht nur mit den Hamburger Märzferien zusammenhängt, sondern auch mit der subjektiven Angst vor einer Ansteckung. Das Infektionsrisiko für Blutspender sei aber sehr gering.

Spenden könne nur jemand, der gesund sei und in den vier Wochen davor auch keine Erkältung oder andere Krankheit gehabt habe. Auch Rückkehrer aus Covid-19-Risikogebieten müssten vier Wochen bis zur nächsten Blutspende warten. Bei einer weiteren Ausbreitung des Virus könnte das die Zahl der potenziellen Spender verringern. Peine schloss nicht aus, dass es zu einer Mangelsituation kommt.

Klinik: Keine Angst vor Ansteckung bei Spenden

Einen Rückgang der Blutspenden meldeten auch die Asklepios-Kliniken. Im Vergleich zum Vorjahr, als es in den Märzferien ebenfalls viele Grippe-Fälle gab, sei die Zahl der Spenden beim Klinik-eigenen Blutspendedienst Hamburg um 15 Prozent gesunken. An fünf Standorten in der Hansestadt und in Neumünster werde pro Jahr rund 46.000 Mal Blut gespendet. Die Asklepios-Kliniken bräuchten jedoch 75.000 Blutspenden, sagte Sprecher Mathias Eberenz. Die Lücke werde durch Zukäufe geschlossen, was im Moment schwierig sei. Einen Engpass gebe es zwar noch nicht. Aber: "Wir freuen uns über zusätzliche Spender", betonte Eberenz. Angst vor einer Ansteckung beim Spenden brauche niemand zu haben.

Beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost ist die Versorgungslage im Bereich Hamburg und Schleswig-Holstein auf niedrigem Niveau stabil, wie der medizinische Geschäftsführer, Prof. Torsten Tonn, erklärte. Jedoch komme es derzeit zu einem verstärkten Rückgang der Spenderzahlen. Hintergrund ist wohl die Corona-Epidemie, aber auch die jahreszeitlich bedingte Zunahme von Erkältungs- und Influenzaerkrankungen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal