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Corona in Hamburg: Covid-19-Welle im April erwartet

Viele neue Erkrankungen befürchtet  

UKE rechnet mit Corona-Welle im April

26.03.2020, 10:30 Uhr | dpa

Corona in Hamburg: Covid-19-Welle im April erwartet . Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: In Hamburg rechnet man mit einer Corona-Welle im April.  (Quelle: Archivbild/Chris Emil Janßen)

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: In Hamburg rechnet man mit einer Corona-Welle im April. (Quelle: Archivbild/Chris Emil Janßen)

In Hamburg werden immer mehr Corona-Fälle bekannt. Das stellt die Krankenhäuser vor Herausforderungen. Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf warnt: Es könnte noch schlimmer werden. 

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) rechnet im April mit einem massiven Anstieg von am Coronavirus erkrankten Menschen. Es komme "eine riesige Welle auf uns zu, die uns wahrscheinlich im April erst richtig treffen wird". Alle nicht lebenswichtigen Operationen am UKE seien deshalb bereits verschoben worden, "weil wir das Personal brauchen", sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin, Prof. Stefan Kluge.

"Wir haben es jetzt bereits geschafft, 50 zusätzliche Beatmungsbetten hier am UKE aufzubauen, die sofort betrieben werden können", sagte Kluge. Insgesamt könne die Zahl der Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten auf 166 erweitert werden. Von den hamburgweit 77 Covid-19-Erkrankten würden derzeit am UKE 22 auf einer Normalstation behandelt. Zudem betreue das UKE 10 der 19 Corona-Intensivpatienten. Insgesamt war die Zahl der Corona-Fälle nach Angaben des Senats am Mittwoch um 213 auf 1.450 gestiegen.

Schutzausrüstung fehlt

Während es am UKE nach Angaben des Leiters der Krankenhaushygiene, Professor Johannes Knobloch, derzeit noch genug Schutzmaterialien gibt, hat die Kassenärztliche Vereinigung bereits vor einem kurzfristigen Ende des Arztrufs Hamburg gewarnt. "Wenn bis zum Wochenende keine weitere Schutzausrüstung in Hamburg eingeht, kann der Arztruf Hamburg nicht weiter arbeiten", erklärte ein Sprecher. Zuvor war mit der Verteilung des wenigen neuen Materials begonnen worden. Nach Angaben des Sprechers handelt es sich um etwa 16.000 Masken, 3.000 Kittel und ebensoviele Handschuhe, die nun an den Arztruf Hamburg und etwa 2.400 Ärztinnen und Ärzte gingen.

Hamburgs KV-Vorsitzender Walter Plassmann betonte, es sei so wenig Material angekommen, "dass wir nur ausgewählte Arztgruppen und diese auch nur in sehr geringem Umfang ausstatten können". Bedacht würden Mediziner mit den meisten Kontakten zu Patienten. Dazu zählten Haus- und Kinderärzte, Internisten, HNO-Ärzte, Augenärzte sowie Radiologen und Strahlentherapeuten. Jeder Arzt erhalte nur fünf Masken und einen Kittel. "Das ist ein kleiner Tropfen auf einen sehr heißen Stein", sagte Plassmann.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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