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Hamburg gegen Corona: Seniorin näht über hundert Masken

Selbstgemachte "Mascherinas"  

Seniorin aus Hamburg näht jetzt Corona-Masken

26.03.2020, 15:56 Uhr | dpa, t-online.de

Hamburg gegen Corona: Seniorin näht über hundert Masken. Gisella Pindinello aus Italien: Die Seniorin schneidert Mundschutz aus Stoff. (Quelle: dpa/Christian Charisius)

Gisella Pindinello aus Italien: Die Seniorin schneidert Mundschutz aus Stoff. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Eine Seniorin ist in Hamburg im Dauereinsatz gegen Corona. In ihrer kleinen Wohnung schneidert die gebürtige Italienerin seit Wochen Schutzmasken – sie hat nur eine große Sorge.

Für ihre Nachbarn und Freunde in Hamburg hat Gisella Pindinello, 79, schon mehr als hundert Schutzmasken genäht. Die gelernte Schneiderin aus Racale, einer kleinen Gemeinde in Süditalien, ist seit rund drei Wochen im Dauereinsatz. Aus buntem Stoff und Gummischlaufen schneidert Pindinello in ihrer kleinen Eimsbüttler Wohnung Schutzmasken – und verschenkt ihre "Mascherinas" (italienisch für "Masken") an alle, die sich in der Corona-Krise vor einer Tröpfcheninfektion schützen wollen.

Gisella Pindinello näht an einem Mundschutz aus Stoff: Die Italienerin ist im Dauereinsatz. (Quelle: dpa/Christian Charisius)Gisella Pindinello näht an einem Mundschutz aus Stoff: Die Italienerin ist im Dauereinsatz.

"Ich habe gesehen, dass es keine Mascherinas in Italien mehr gibt. Dann dachte ich mir, ich kaufe mir ein bisschen Stoff und mache die selbst", erzählt Pindinello. Die letzte Stofflieferung hat sie geschenkt bekommen, erzählt sie. In allen Größen und Motiven habe sie schon Mundschutze genäht – mit Einhörnern und Blümchen drauf, für jung und alt. Ihre Tochter, die normalerweise ein italienisches Restaurant im Haus betreibt, gibt die Masken weiter.

Weil Pindinello selbst Diabetikerin ist, bleibt sie zur Zeit in ihrer Wohnung. "Jeden Tag mache ich mein Fenster auf und lasse die frische Luft und die Sonne rein", sagt die Seniorin. Sie hoffe, dass die Leute in Deutschland sich an das Kontaktverbot halten. Es sei wichtig, dass jetzt alle Zuhause bleiben, damit die Situation nicht so schlimm werde wie in Italien.

Immer mehr Privatleute setzen sich im Kampf gegen das Virus an die Nähmaschine. Professionelle Masken sollten angesichts der Engpässe medizinischem Personal vorbehalten bleiben, betonen Ärzte. Sich selbst kann man mit einem simplen Stück Stoff vor Mund und Nase aber kaum vor einer Ansteckung schützen. Dafür schützt sie andere: Eine Textilbarriere für Infizierte könne zum Schutz anderer Menschen sinnvoll sein, schreibt inzwischen auch das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Webseite. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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