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Corona/Hamburg: Lieferroboter bringt Essen nach Hause

Lieferdienst per App  

Dieser Roboter erledigt den Einkauf in Corona-Zeiten

24.04.2020, 17:42 Uhr | dpa

Corona/Hamburg: Lieferroboter bringt Essen nach Hause . Marc Turjanica, Inhaber des Bioladens "Bio.lose" vor dem Lieferroboter: Der Lieferroboter von Starship bringt Lebensmittel von Händlern oder Gastronomen zu den Kunden. (Quelle: dpa/Christian Charisius)

Marc Turjanica, Inhaber des Bioladens "Bio.lose" vor dem Lieferroboter: Der Lieferroboter von Starship bringt Lebensmittel von Händlern oder Gastronomen zu den Kunden. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Er fährt die Pizza vom Restaurant ins Homeoffice: In Hamburg ist seit einigen Tagen ein Lieferroboter im Einsatz, der Essen kontaktlos nach Hause bringt. Wie kommt das an? 

Er fährt selbstständig über die Gehwege von Hamburg-Eimsbüttel und wird von den Passanten bestaunt: Der kleine sechsrädrige Lieferroboter der Firma Starship bringt Lebensmittel von Händlern oder Gastronomen zu Kunden. Gerade in Corona-Zeiten eine sinnvolle Alternative, anstatt selbst unter Atemschutzmaske und langwierigem Schlangestehen den Einkauf zu erledigen, finden die Macher.

Das dreiachsige Vehikel kann zehn Kilo befördern und ist maximal sechs Kilometer pro Stunde schnell. Passanten werden von dem Gefährt nicht angerempelt. "Unsere Roboter sind mit Sensoren und Kameras ausgerüstet, haben GPS und Radar an Bord", sagte Einsatzkoordinator Jan Werum. Die Hinterachse ist flexibel, kann sogar 15 Zentimeter hohe Bordsteine erklimmen.

Smartphone vor einem Lieferroboter: Per App lassen sich Bestellungen koordinieren. (Quelle: dpa/Christian Charisius)Smartphone vor einem Lieferroboter: Per App lassen sich Bestellungen koordinieren. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Der kleine Roboter war in Hamburg schon vor einigen Jahren zu sehen gewesen, aber damals immer begleitet von einem Aufpasser. Erst ab 2019 darf er frei fahren. In Großbritannien seien die Fahrzeuge ein Renner, sagt Werum. Weltweit seien es inzwischen Tausende.

Wenn die Milch mal fehlt

"Wir fahren alles aus: Obst, Gemüse, Pizza, Sushi – was gewünscht wird." Bestellt wird über eine App auf Handy oder Tablet. "Heute hat mir Milch gefehlt. Ich dachte, ich probiere das mal aus", sagte Kundin Leonie Gehrckens. "Wenn man gerade zu Hause im Homeoffice arbeiten muss, ist es eine gute Sache."

Die Kundin Leonie Gerckens steht neben einem Lieferroboter: sie hat etwa Lebensmittel vom Bioladen "Bio.lose" bestellt. (Quelle: dpa/Christian Charisius)Die Kundin Leonie Gerckens steht neben einem Lieferroboter: sie hat etwa Lebensmittel vom Bioladen "Bio.lose" bestellt. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

In Eimsbüttel sind die 35 Kilo schweren Roboter erst seit drei Tagen wieder im Einsatz. Werum: "Wenn es gut läuft, wollen wir das auf die ganze Stadt ausweiten." Das größte Einsatzgebiet waren bislang Firmen, wo auf dem Gelände Werkzeuge oder Ersatzteile von einer Stelle zur nächsten transportiert werden.

Langfinger haben übrigens kaum Chancen. Die gelieferten Waren sind verschlossen im Bauch des Roboters. Kameras erfassen den Dieb, eine Alarmanlage ertönt, die Zentrale wird benachrichtigt. Dort kann die Steuerung des Roboters übernommen werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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