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Ohnsorg-Theater: Neustart mit hochdeutscher Karaoke-Komödie

Hamburg  

Ohnsorg-Theater: Neustart mit hochdeutscher Karaoke-Komödie

03.07.2020, 16:05 Uhr | dpa

Ohnsorg-Theater: Neustart mit hochdeutscher Karaoke-Komödie. Passanten gehen am Ohnsorg-Theater vorbei

Passanten gehen am Ohnsorg-Theater vorbei. Foto: Georg Wendt/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach fast vier Monaten Corona-Zwangspause kommt auch im plattdeutschen Ohnsorg-Theater wieder Leben auf die Bühne. Das traditionsreiche Haus in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes startet am 16. Juli mit der Premiere der hochdeutschen Karaoke-Komödie "Tussipark" in seine restliche Spielzeit. "Es ist grandios, dass überhaupt wieder etwas auf der Bühne stattfindet. Das ist ein ganz besonderes Gefühl, wenn eine Bühne, die vier Monate leer stand, nun endlich wieder ihrer eigenen Bestimmung zugeführt und Leben auf die Bühne gebracht wird", sagte Intendant Michael Lang am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Das Ohnsorg-Theater spielt im Sommer mit Blick auf die Touristen, die kein Plattdeutsch verstehen, meist hochdeutsche Produktionen. Ein weiterer Grund dafür: "Unsere ganze plattdeutsche Kompetenz ist in den Theaterferien", so Lang. Denn schon am 29. August startet die neue Spielzeit - mit der Komödie "Twee as Bonnie un Clyde". Der Spielplan musste an die Corona-Bedingungen angepasst und auf Stücke mit wenig Schauspielern umgestellt werden. Größere Stücke wurden um ein Jahr geschoben. Spielzeitmotto ist "So bunt as dat Leven".

In den Saal werden wegen der Abstandsregeln zunächst nur 123 Zuschauer passen. Sonst haben dort 410 Menschen Platz. Alle Stücke werden ohne Pause gespielt und auf den Laufwegen gilt Maskenpflicht, am Platz nicht. Die Abstandsregel sollen zudem "ästhetisch und künstlerisch" in die Stücke eingebaut werden. Ein Beispiel dafür wollte der Intendant nicht verraten. "Da muss man schon hingehen und sich das selbst ansehen", so Lang lachend.

Wegen der Pandemie waren am Ohnsorg-Theater 229 Vorstellungen ausgefallen. "Wir haben natürlich einen großen finanziellen Verlust. Aber dank der Stadt, dem Verzicht des Vermieters auf zwei Drittel der Miete, Kurzarbeit und Spenden kommen wir bis Ende Juli wirtschaftlich mit zwei blauen Augen davon." Die neue Spielzeit mache ihm mehr Sorgen, so Lang. Die sei sehr von den Corona-Bedingungen und der möglicherweise nötigen Unterstützung des Staates abhängig.

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