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Verteidiger fordert Freispruch für Ex-KZ-Wachmann

Hamburg  

Verteidiger fordert Freispruch für Ex-KZ-Wachmann

20.07.2020, 13:17 Uhr | dpa

Verteidiger fordert Freispruch für Ex-KZ-Wachmann. Prozess gegen ehemaligen SS-Wachmann

Der wegen Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen angeklagte 93 Jahre alte ehemalige SS-Wachmann (l) und sein Anwalt. Foto: Axel Heimken/dpa-Pool/dpa (Quelle: dpa)

Im Hamburger Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann im KZ Stutthof hat der Verteidiger am Montag Freispruch für seinen Mandanten gefordert. Die alleinige Mitgliedschaft in der SS-Wachmannschaft sei in der deutschen Rechtsprechung bislang nicht als Beihilfe zum Mord gewertet worden, argumentierte Rechtsanwalt Stefan Waterkamp vor der Jugendkammer am Landgericht. Für die Haupttat, die Ermordung von 5230 Menschen in dem Lager bei Danzig zwischen August 1944 und April 1945, sei es egal gewesen, ob der Angeklagte auf dem Wachturm gestanden sei oder nicht. Den Terror gegen die Gefangenen hätten die SS-Mannschaften im Lager und deren Helfer, die sogenannten Kapos, ausgeübt.

Der Angeklagte betonte in seinem Schlusswort, dass er sich niemals freiwillig zur SS gemeldet hätte. Hätte er die Möglichkeit gehabt, sich dem Dienst zu entziehen, hätte er sie mit Sicherheit genutzt. Der 93-Jährige fügte hinzu: "Heute möchte ich mich bei allen Menschen, die durch diese Hölle des Wahnsinns gegangen sind, und bei ihren Angehörigen und Hinterbliebenen entschuldigen."

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