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Hamburg: Vielerorts Stille am bundesweiten Warntag

Sirenengeheul blieb aus  

Vielerorts Stille in Hamburg am bundesweiten Warntag

10.09.2020, 17:17 Uhr | dpa

Hamburg: Vielerorts Stille am bundesweiten Warntag. Eine Sirene auf einem Hausdach (Symbolbild): In Hamburg hat man am bundesweiten Warntag vielerorts nichts gehört. (Quelle: imago images/Jan Huebner)

Eine Sirene auf einem Hausdach (Symbolbild): In Hamburg hat man am bundesweiten Warntag vielerorts nichts gehört. (Quelle: Jan Huebner/imago images)

Viele Hamburger haben vom bundesweiten Warntag nichts mitbekommen – die Sirenen blieben zum Großteil still und auch mit den Warn-Apps gab es Probleme. Was war da los?

Am bundesweiten Katastrophen-Warntag hat in Hamburg am Donnerstag vielerorts Stille geherrscht. Während unter anderem in Alsternähe und in Wilhelmsburg die Sirenen heulten, waren sie beispielsweise in Altona-Altstadt und Ottensen nur leise aus der Ferne zu hören, andernorts auch gar nicht. 

Pannen beim Warntag: Jahrzehntelang wurde er nicht geprobt, nun zeigten sich vor allem bei digitalen Warnmitteln große Lücken. (Quelle: dpa)

Ein Sprecher der Innenbehörde sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Die Sirenen haben pünktlich ausgelöst in Hamburg." Die 131 Sirenen der Hansestadt stünden allerdings nur in Gebieten in Elbnähe, die von Überflutungen bedroht seien. Auch bei den Warn-Apps gab es Probleme.

Nach einem Beschluss der Innenministerkonferenz soll ab diesem Jahr an jedem zweiten Donnerstag im September ein bundesweiter Warntag stattfinden. Die Bevölkerung soll so an die Warnsysteme herangeführt werden und die Funktionstüchtigkeit der Systeme getestet werden. Beim ersten bundesweiten Warntag seit der Wiedervereinigung sollten laut Informationen aus der Innenbehörde neben den Sirenen auch die Warnsysteme über Apps, SMS, sowie über digitale Werbetafeln getestet werden. Auch Rundfunkanstalten sollten in ihrem Programm auf den Warntag hinweisen.

Apps werden oft falsch bedient

Nutzer des Kurznachrichtendiensts Twitter beschwerten sich, keine Nachricht über KATWARN oder NINA bekommen zu haben. "In Hamburg konnte ich keine Sirene hören. Die NINA-App hat sich auch nicht gemeldet", schrieb ein Nutzer. Laut Innenbehörde haben die von der Stadt ausgelösten Apps um 10:45 Uhr eine entsprechende Warnung versendet.

Zu diesen Apps gehörten auch KATWARN und NINA. Dass einzelne Nutzer keine Warnung erhalten hätten, könne auch an einem Bedienungsfehler liegen, hieß es aus der Innenbehörde. Um eine Warnung auf dem Handy zu empfangen, müssten Nutzer nicht nur die App runterladen, sondern sich auch aktiv anmelden.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn räumte eine Panne bei den elektronischen Warnungen ein. Diese sei mit der zeitgleichen Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen zu erklären, hieß es. Präsident Christoph Unger sagte: "Erste Analysen haben ergeben, dass um 11 Uhr nicht nur zentral die Warnung ausgelöst worden ist, sondern viele andere angeschlossene Leitstellen ebenfalls eigenständig Warnungen ausgelöst haben, so dass es zu einer Überlastung des Systems gekommen ist."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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