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Schulz: "Es ist nicht gefährlicher als Bahnfahren"

Hamburg  

Schulz: "Es ist nicht gefährlicher als Bahnfahren"

20.09.2020, 14:18 Uhr | dpa

Schulz: "Es ist nicht gefährlicher als Bahnfahren". Alexander Schulz

Alexander Schulz (l), Gründer und Geschäftsführer des Reeperbahn-Festivals, und die Gewinner des Anchor-Award, Demian (r) und Inez von der Band Ätna, stehen mit der Trophäe auf der Bühne im St.-Pauli-Theater. Foto: Georg Wendt/dpa/Aktuell (Quelle: dpa)

Der Chef des Hamburger Reeperbahn-Festivals zieht nach vier Tagen Live-Musik in Clubs unter Corona-Bedingungen ein positives Fazit. "Ich bin schon zufrieden. Das Meiste hat ganz gut geklappt", sagte Alexander Schulz am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Das pandemiegerechte Festival habe zudem weitgehend mit dem Vorurteil aufräumen können, dass solche Veranstaltungen per se Super-Spreader-Events sind. "Live-Musik-Veranstaltungen sind nicht gefährlicher als Bahnfahren", so Schulz weiter. Ex-Spice-Girl Melanie C hatte am Samstagabend über die pandemiegerechte Version des Festivals gesagt: "Es ist unglaublich, dass es möglich war, trotzdem weiterzumachen. (...) Ich fühlte mich sehr sicher die ganze Zeit."

Auf dem pandemiegerechten Reeperbahn-Festival sollte zudem an den vier Tagen getestet werden, wie die Atmosphäre bei den Konzerten unter Corona-Bedingungen ist. "Da muss man sagen, das war sehr unterschiedlich. Das hängt stark vom Genre, der Zielgruppe und dem Veranstaltungsort ab. Aber natürlich fühlt es sich dünner an, wenn man in einem Raum mit nur 20 Prozent Auslastung spielt", so Schulz. Dennoch sei bei vielen Orten atmosphärisch "genug drin" gewesen, damit es sich weiterhin lohne. Er hoffe nun darauf, dass die Politik das auch so sehe und dann die coronabedingt geringeren Einnahmen der Veranstalter gegenfinanziere.

Das Festival hatten wie zuvor erwartet fast 8000 Menschen besucht. Die kompakte Corona-Edition des Reeperbahn-Festivals hatte an 20 Spielorten rund 300 Veranstaltungen für Konzertbesucher und Fachpublikum geboten. Im vergangenen Jahr waren es noch rund 50 000 Besucher und etwa 1000 Veranstaltungen.

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