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Hamburg: Corona-Krise trifft Barkassen-Betreiber hart

Große Einbußen  

Corona-Krise trifft Hamburger Barkassen-Betreiber hart

14.11.2020, 11:43 Uhr | dpa

Hamburg: Corona-Krise trifft Barkassen-Betreiber hart. Barkassen liegen an einem Ponton im Binnenhafen neben der Speicherstadt: Die Branche leidet stark unter den Auswirkungen der Corona-Krise. (Quelle: dpa/Christian Charisius)

Barkassen liegen an einem Ponton im Binnenhafen neben der Speicherstadt: Die Branche leidet stark unter den Auswirkungen der Corona-Krise. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

In Hamburg haben die Barkassen-Betreiber mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen. Wichtige Umsatzbringer wie der Hafengeburtstag sind ausgefallen – und auch mit Hilfszahlungen gibt es häufig Probleme. 

Die Corona-Pandemie hat die Hamburger Barkassen-Betreiber hart getroffen. "Die Corona-Krise mit dem jetzt schon zweiten Verbot von Gästefahrten hat der gesamten Branche große Einbußen beschert", sagte Knut Heykena, Geschäftsführer des Hafenschiffahrtsverbands Hamburg, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Nicht nur, dass wichtige Umsatzbringer wie Ostern oder der Hafengeburtstag ausgefallen sind, auch nach der schrittweisen Lockerung der Vorschriften im Sommer war die Nachfrage gering."

"Die Sommersaison war schlecht", sagte Jan Ehlers von der Barkassen-Centrale Ehlers. "Es konnte kaum Geld angespart werden für den Winter 2020/2021, der nun vor der Tür steht." Besonders hart treffe es die Barkassen-Unternehmen, die ihr Geld verdienen mit Chartertouren – also Geburtstags- oder Partyfahrten.

Bis zu 70 Prozent Umsatzverlust

"Corona hat für einen enormen Umsatzrückgang in 2020 gesorgt", berichtete auch Hubert Neubacher, Inhaber von Barkassen-Meyer, dessen Flotte sonst im Hafen und auf der Elbe unterwegs ist. "Auch wenn im Sommer wieder etwas mehr Bewegung bei uns im Hafen und in Hamburg stattfand, rechnen wir insgesamt mit einen Umsatzverlust von bis zu 70 Prozent auf das Jahr gerechnet."

Neubacher betonte: "Durch die aktuelle Situation sind wir zum Beispiel auf die vom Bund beschlossenen Überbrückungshilfen und das Instrument der Kurzarbeit angewiesen." Man werde sich aufgrund der Schließung im November auch um die neue Unterstützung der 75 Prozent des Vorjahres-November bemühen. "Dafür bin ich persönlich für das Unternehmen und meine Mitarbeiter sehr dankbar, da es uns eine gewisse Sicherheit gibt, dass wir auf kleinster Flamme über den Winter kommen werden."

Barkassen sind an den Landungsbrücken festgemacht: Betreiber rechnen auf das Jahr gesehen mit einem Umsatzverlust von bis zu 70 Prozent.  (Quelle: dpa/Christian Charisius)Barkassen sind an den Landungsbrücken festgemacht: Betreiber rechnen auf das Jahr gesehen mit einem Umsatzverlust von bis zu 70 Prozent. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Unternehmer Gregor Mogi spricht von einer "ganz brutalen Situation". Er habe keinen anderen Weg gesehen, als zwei Mitarbeiter zu entlassen. Die Barkassen-Betreiber hätten sich intensiv um gute Hygienekonzepte bemüht – deshalb sei die Enttäuschung nun groß. "Wir haben uns an viel mehr gehalten als überhaupt vorgeschrieben war." Mogi kann nicht nachvollziehen, dass keine Fahrten mehr möglich sind. "Ich bin sogar der Meinung, eine Hafenrundfahrt ist systemrelevant", betonte er. Wenn man nur einen Teil der Plätze besetze, wäre es eine Chance, im Winter an die frische Luft zu kommen. "Es ist doch wichtig, dass die Leute mal rauskommen."

Probleme mit Überbrückungshilfen

Nach Angaben des Hafenschiffahrtsverbands ist die Zahl der Barkassen-Unternehmen in Hamburg schwer zu beziffern. Geschäftsführer Heykena geht von rund 90 Fahrzeugen aus. Er kritisiert: "Aus dem Kreise unserer Mitglieder wurden wir informiert, dass die Hilfsprogramme und Überbrückungshilfen bei Saisonbetrieben nicht in der vorgesehenen Höhe ankommen."

Mehrere Kostenpositionen könnten nicht bei der Bedürftigkeitsprüfung berücksichtigt werden, sodass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen überzeichnet werde. "Hier muss dringend nachgesteuert werden", forderte Heykena.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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