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Hamburg: Bewährungsstrafe nach tödlichem Autounfall in Horn

Prozess geht zu Ende  

Bewährungsstrafe nach tödlichem Autounfall in Horn

25.11.2020, 13:41 Uhr | dpa

Hamburg: Bewährungsstrafe nach tödlichem Autounfall in Horn. Die Angeklagten sitzen Anwälten und verdecken ihre Gesichter: Nach einem tödlichen Autounfall in Hamburg-Horn ging am Mittwoch der Prozess zu Ende. (Quelle: dpa/Christian Charisius/dpa-Pool)

Die Angeklagten sitzen Anwälten und verdecken ihre Gesichter: Nach einem tödlichen Autounfall in Hamburg-Horn ging am Mittwoch der Prozess zu Ende. (Quelle: Christian Charisius/dpa-Pool/dpa)

Freispruch und Bewährung: Bei einem tödlichen Autounfall in Hamburg-Horn im Oktober 2019 soll es sich doch nicht um ein illegales Rennen gehandelt haben. Das Gericht verkündete sein Urteil gegen die Angeklagten. 

Im Prozess um einen tödlichen Autounfall in Hamburg-Horn hat ein Angeklagter am Mittwoch eine Bewährungsstrafe erhalten. "Der 23-Jährige ist wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung zum Nachteil von drei weiteren Personen zu einem Jahr und zehn Monaten zur Bewährung verurteilt worden", sagte ein Gerichtssprecher nach der Urteilsverkündung. Die Fahrerlaubnis wurde für vier Jahre entzogen. Der Mann muss zudem 3.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Das Landgericht sprach den anderen Angeklagten frei. Den beiden jungen Männern war ursprünglich vorgeworfen worden, sich an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge beteiligt zu haben. Doch das sei nicht nachweisbar, waren die Richter überzeugt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Cousin des Angeklagten bei Unfall tödlich verletzt

Der 23-Jährige hatte nach Angaben eines Gerichtssprechers erklärt, es sei kein Rennen gewesen, sondern ein Unfall. Mehrere Autos hatten sich im Oktober 2019 gemeinsam auf den Weg zu einer Shisha-Bar gemacht. Der 23-Jährige fuhr nach Überzeugung der Richter mindestens 84 km/h, der 20-Jährige 104 km/h. Erlaubt war Tempo 50.

Fest stehe, dass der 23-Jährige beim Spurwechsel rechts rübergezogen sei und den Wagen des 20-Jährigen dabei touchiert habe, sagte der Sprecher. "Beide verloren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge." Der BMW des 23-Jährigen prallte gegen einen Baum. Sein Cousin auf dem Beifahrersitz erlitt tödliche Verletzungen. Der Audi A6 des 20-Jährigen schleuderte gegen zehn weitere Autos am Straßenrand.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den 23-Jährigen zwei Jahre und zehn Monate Haft gefordert. Für den 20-Jährigen plädierte die Anklagebehörde auf Freispruch. Die Verteidigung forderte für beide Männer Freispruch.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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