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Rot-Grün will Spielsperre zum Schutz von Süchtigen ausdehnen

Hamburg  

Rot-Grün will Spielsperre zum Schutz von Süchtigen ausdehnen

25.11.2020, 19:20 Uhr | dpa

Rot-Grün will Spielsperre zum Schutz von Süchtigen ausdehnen. Ein Aufkleber mit der Aufschrift "Spielhalle"

Ein Aufkleber mit der Aufschrift "Spielhalle". Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Zum Schutz von Spielsüchtigen will Hamburgs rot-grüne Regierungskoalition Spielersperren auf Spielhallen, Sportwettbüros, Online-Glücksspiele und auf Orte mit Spielautomaten ausdehnen. Die Hamburgische Bürgerschaft verwies am Mittwoch den Antrag von SPD und Grünen mehrheitlich in den Innen- und Gesundheitsausschuss, wonach suchtgefährdete Zocker mit dem Sperrsystem vom Spielen ausgeschlossen werden können sollen. Gleichzeitig sollen Menschen, die sich ihrer Spielsucht bewusst sind, sich selbst in die Datenbanken aufnehmen lassen können.

In Spielbanken seien die Spielersperren bereits etabliert und hätten sich als Instrument des Spielerschutzes bewährt, heißt es in dem Antrag. Mit dem von Juli 2021 an geltenden neuen Glücksspielstaatsvertrag sei künftig auch das Einrichten von Sperrdateien möglich. Gerade angesichts der zunehmenden Spielangebote von Online-Casinos sei ein effektiver Schutz vor einer ruinösen Spielsucht dringend nötig, erklärten SPD und Grüne. Deren Angaben zufolge gelten 200 000 Menschen als spielsüchtig, weitere 230 000 hätten ein problematisches Glückspielverhalten.

Hamburgs Landesstelle für Suchtfragen (HLS) - Dachorganisation von mehr als 40 Einrichtungen und Institutionen der Suchtkrankenhilfe und Suchtprävention - zeigte sich enttäuscht. "Der heutige Antrag der Koalitionsfraktionen enthält substanziell leider nicht mehr als eine Selbstverständlichkeit", sagte HLS-Vorstand Marita Junker. Hamburg verspiele die Chance, über die Regelungen des Glücksspielstaatsvertrags hinausgehende Verbesserungen zu beschließen. "Die Hamburger Koalitionäre wären gut beraten, nur um der Einigung willen die tiefergehende Beschäftigung mit den Auswirkungen nicht zu vernachlässigen, um künftig parlamentarische Initiativen mit wirklichem Mehrwert für den Spielerschutz auf den Weg zu bringen", mahnte Junker.

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