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Hamburg: Schüler adoptieren Kälbchen – und wollen es nun schlachten lassen

Diskussion um Projekt  

Schüler adoptieren Kälbchen – und wollen es nun schlachten lassen

27.11.2020, 13:44 Uhr | t-online, vk

Hamburg: Schüler adoptieren Kälbchen – und wollen es nun schlachten lassen. Ein Kälbchen in einem Aufzuchtstall (Symbolbild): Eine Hamburger Schulkasse hat ein Kälbchen adoptiert und nun seiner Schlachtung zugestimmt. (Quelle: imago images/Martin Wagner)

Ein Kälbchen in einem Aufzuchtstall (Symbolbild): Eine Hamburger Schulkasse hat ein Kälbchen adoptiert und nun seiner Schlachtung zugestimmt. (Quelle: Martin Wagner/imago images)

Schlachtung aus pädagogischen Gründen? Eine Hamburger Schulklasse kümmert sich seit 2019 um ein Stierkalb. Nun haben sie seiner Schlachtung zugestimmt – wie im Projekt vorgesehen.

Die Schüler einer zehnten Klasse des Walddörfer Gymnasiums in Hamburg haben seit Sommer vergangenen Jahres ein Kalb namens "Goofy". Sie hatten die Geburt des jungen Stiers auf einer Klassenfahrt im Zillertal miterlebt und dessen Pflege übernommen. Milchviehbetriebe verkaufen männliche Kälber oft früh, sie werden dann gemästet und schließlich geschlachtet. Im Frühjahr soll Goofy nun geschlachtet werden.

Das Museumsdorf Volksdorf, in dem Goofy seitdem untergebracht ist, möchte den Jugendlichen ein möglichst realistisches Bild von der Landwirtschaft vermitteln – inklusive Schlachtung. Die Schüler sollen sogar die Möglichkeit haben, bei der Schlachtung und Zerteilung dabei zu sein. Von Anfang an habe man mit dem Museumsdorf vereinbart, dass Goofy nach eineinhalb Jahren geschlachtet werde, so Schülerin Anna gegenüber dem "Heimatecho". 

Das Vorhaben wird heftig diskutiert. Tierschützer äußerten harsche Kritik und die Online-Petition "Goofy soll leben" haben bereits fast 10.000 Menschen unterschrieben. Ein Gnadenhof hat angeboten, dass Goofy dort alt werden dürfte. "Wir würden uns selbst anlügen, wenn wir dieses eine Tier retten, nur weil wir eine Bindung zu ihm aufgebaut und ihm einen Namen gegeben haben", sagt hingegen Schüler Nils. Und Lehrerin Barbara Damann wünscht sich in Zukunft mehr solcher Projekte: "Das war pädagogisch unglaublich fruchtbar.“

Verwendete Quellen:

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