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Studie: Hamburgs Hafen wächst weniger stark

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Studie: Hamburgs Hafen wächst weniger stark

04.12.2020, 09:41 Uhr | dpa

Studie: Hamburgs Hafen wächst weniger stark. Container liegen zur Abfertigung in Hamburgs Hafen

Container liegen zur Abfertigung am Containerterminal Tollerort im Hamburger Hafen. Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Hamburgs Hafen wird in den nächsten Jahren wohl weniger stark wachsen als bisher erwartet. Das geht nach Medienberichten vom Freitag aus einer Studie hervor, die im Auftrag der Stadt erstellt wurde. Demnach wird der Jahresumschlag in 15 Jahren wahrscheinlich nur bei 13,1 Millionen 20-Fuß-Standardcontainern (TEU) liegen. Bisher sei von deutlich höheren Steigerungsraten mit rund 20 Millionen Containern bis Mitte der 20er Jahre ausgegangen worden. Im vergangenen Jahr lag der Containerumschlag - der in Hamburg drei Viertel des Gesamtumschlags ausmacht - bei 9,3 Millionen Standardcontainern.

Auch der Gesamtumschlag soll den Berichten zufolge langsamer wachsen als bisher gedacht. Als Grund wurde der Ausstieg Deutschlands aus fossilen Brennstoffen - wie der Kohle - zur Stromerzeugung genannt, die dann auch nicht mehr im Hafen umgeschlagen würden.

Die neuen Erwartungen müssten nach Ansicht von Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) auch bei den Erweiterungsplänen berücksichtigt werden. "Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir diese zusätzlichen Umschlagskapazitäten benötigen", wird er in den Medienberichten zitiert. Zwar werde es auch künftig noch Steigerungsraten geben, "aber nicht mehr so deutlich wie in der Vergangenheit".

Die CDU-Opposition forderte vom Senat deutlich mehr Tempo beim Erstellen eines Hafenentwicklungsplans. "Hamburg muss den Hafen mit Investitionen stärken", erklärte der Wirtschaftsexperte der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Götz Wiese. Der internationale Wettbewerb sei rau. "Da ist es unerklärlich, dass der Senat erst 2021 beginnen will, einen Hafenentwicklungsplan zu erstellen."

Aus Sicht der CDU, die bereits einen Plan vorgelegt habe, sollten im westlichen Hafen unter anderem operative Beteiligungen ausländischer Reedereien zu mehr Wettbewerb und mehr Tonnage führen. "Der Drehkreis für die Containerschiffe muss dringend erweitert, die neue Köhlbrandquerung muss jetzt angepackt werden", sagte Wiese. Für den stadtnahen östlichen Hafen wiederum sei ein Ideenwettbewerb nötig - für neue Technologie, für Start-ups und Dienstleistungen im Bereich maritimer Wirtschaft und Mobilität.

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