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Corona/Hamburg: Glühweinverkauf soll weiter eingeschränkt werden

Steigende Corona-Zahlen  

Glühweinverkauf soll in ganz Hamburg eingeschränkt werden

08.12.2020, 16:03 Uhr | dpa

Corona/Hamburg: Glühweinverkauf soll weiter eingeschränkt werden. Zwei Frauen stoßen mit Glühwein an (Symbolbild): Der Glühweinverkauf soll in ganz Hamburg eingeschränkt werden. (Quelle: dpa/Christoph Schmidt)

Zwei Frauen stoßen mit Glühwein an (Symbolbild): Der Glühweinverkauf soll in ganz Hamburg eingeschränkt werden. (Quelle: Christoph Schmidt/dpa)

Da die meisten Weihnachtsmärkte in diesem Jahr wegen Corona nicht stattfinden, erfreut sich der "Glühwein to go" großer Beliebtheit. Doch mit Blick auf die steigenden Fallzahlen reagiert die Hansestadt.

Hamburgs Bürger müssen sich wegen der Corona-Pandemie auf weitere, möglicherweise einschneidende Einschränkungen einstellen. Zunächst werde nur das Glühweinverbot im Freien auf die ganze Stadt ausgedehnt, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. "Das geschieht jetzt." Spätestens kommenden Dienstag werde der Senat dann jedoch über mögliche weitere Maßnahmen entscheiden.

Dabei gehe es voraussichtlich auch um eine mögliche Verschärfung der Kontaktregelung für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. "Wir müssen davon ausgehen, dass wir hier nicht großzügiger werden können, sondern strenger werden müssen." Bisher dürfen sich in der Hansestadt in dieser Zeit maximal zehn Personen aus höchstens vier Haushalten treffen.

Zahlen steigen weiter

"Darüber wird zu diskutieren sein angesichts dieser Zahlen", sagte Schweitzer mit Blick auf die am Dienstag registrierten 281 Corona-Neuinfektionen. Das sind 50 Fälle mehr als am Vortag, aber acht weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen sank nach Angaben der Gesundheitsbehörde leicht von 117,2 auf 116,8. Am Dienstag vor einer Woche lag der Wert noch bei 95,7.

Die Zahl der Corona-Toten erhöhte sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um zwei auf inzwischen 425. Schweitzer betonte: "Es gibt sehr viele Hamburgerinnen und Hamburger, die diese Adventszeit nicht mehr erleben dürfen (...) und wir diskutieren darüber, ob wir draußen Glühwein trinken dürfen."

Stadtweites Glühweinverbot

Bislang darf nur in Teilen des Schanzenviertels, Ottensens und Winterhudes schon am Nachmittag kein "Glühwein to go" mehr ausgeschenkt werden. Zuletzt sei es dort immer wieder zu Menschenansammlungen aufgrund des Außerhausverkaufs von alkoholischen Heißgetränken gekommen. Außerdem sinke mit zunehmendem Alkoholkonsum die Bereitschaft und die Fähigkeit, Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, hieß es.

Von dem Verbot der Bezirksämter Altona und Nord sowie des Senats betroffen sind Kioske, Tankstellen, der Einzelhandel sowie Bars und Gaststättenbetriebe, wie es in einer Mitteilung hieß. Die Regelung trat am Dienstag in Kraft und sollte zunächst bis zum 5. Januar täglich ab 16 Uhr gelten, werde nun aber auf die ganze Stadt ausgedehnt. "Geplant ist ein stadtweites Glühweinverbot", sagte Schweitzer.

"Viele Menschen halten sich nicht an die Regeln"

Mit Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen sagte Schweitzer: "Wir liegen in Hamburg deutlich unter dem Bundesdurchschnitt." Das sei im Grunde gut. Aber "das Ziel, auch das Ziel der Maßnahmen, die der Senat beschlossen hat, ist eine Inzidenz von 50", sagte er mit Blick auf den aktuellen Wert von 116,8.

Derzeit nähmen die Corona-Fälle jedoch in allen Altersgruppen zu, insbesondere bei den 20- bis 30-Jährigen sowie den über 70-Jährigen. Schweitzer sprach von einem diffusen Ausbruchsgeschehen. "Wir glauben nach wie vor, dass die größte Ursache ist: Es gibt zu viele Menschen, die halten sich nicht an die Regel."

In den Krankenhäusern und Kliniken der Stadt wurden den Angaben zufolge am Montag 386 Corona-Patienten behandelt, davon 87 auf Intensivstationen. Das waren 32 mehr beziehungsweise drei weniger als am Freitag vergangener Woche. Insgesamt haben sich nach Behördenangaben seit Ausbruch der Pandemie in Hamburg 27.367 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, von denen nach RKI-Schätzungen inzwischen 20.000 als genesen angesehen werden können.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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