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Corona: Universität Hamburg plant auch Sommersemester digital

Weiterbildung des Personals  

Universität Hamburg plant Sommersemester digital

28.12.2020, 12:20 Uhr | dpa

Corona: Universität Hamburg plant auch Sommersemester digital. Blick in einen Hörsaal der Universität Hamburg (Symbolbild): Auch im Sommersemester sollen die rund 44.000 Studierenden zu Hause bleiben. (Quelle: dpa/Ulrich Perrey)

Blick in einen Hörsaal der Universität Hamburg (Symbolbild): Auch im Sommersemester sollen die rund 44.000 Studierenden zu Hause bleiben. (Quelle: Ulrich Perrey/dpa)

Trotz Impfungen gegen das Coronavirus und sinkender Inzidenzzahlen soll das Sommersemester digital stattfinden. Dafür strebt die Uni zahlreiche Verbesserungen an.

Die Universität Hamburg mit ihren rund 44.000 Studierenden plant trotz der angelaufenen Corona-Impfungen auch das Sommersemester 2021 weitgehend digital. "Ein reines Präsenzsemester halte ich für unrealistisch – dazu müssten die Corona-Impfungen schon im Frühjahr einen Masseneffekt haben", sagte Hochschulpräsident Dieter Lenzen dem "Hamburger Abendblatt" am Montag. Junge Menschen würden bis dahin höchstwahrscheinlich noch nicht geimpft sein. "Deshalb planen wir das Sommersemester mit größtenteils digitaler Lehre in unseren knapp 200 Studiengängen." Denn solange die Abstandsregeln für alle Räume gälten, seien Präsenzveranstaltungen nur für maximal 15 Prozent der Studierenden möglich.

Nach Ende der Pandemie werde die Universität wieder zu Seminaren und Vorlesungen in Präsenz zurückkehren, sagte Lenzen. "Es wäre aber fahrlässig, positive Erfahrungen mit digitaler Lehre nicht weiterzuführen." So hätten Lehrende bei Veranstaltungen mit maximal 30 Teilnehmern etwa festgestellt, dass eine persönliche Ansprache in Videoseminaren besser funktioniere. Auch meldeten sich Studierende häufiger zu Wort. "Die Hemmschwelle ist offenbar niedriger als in einem großen Hörsaal, wo alle Augen auf einen gerichtet sind." Hinzu komme, dass die Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden abseits der Seminare und Vorlesungen etwa über Chats und E-Mails intensiver gewesen sei.

Die technische Ausstattung für digitale Lehre sei während der Corona-Pandemie besser geworden, sagte Lenzen. "Im Übrigen sind allerdings die Räume der Universität nicht so ausgestattet, dass Hochschullehrer einfach gefilmt werden könnten und sich die Aufnahmen schnell ins Netz stellen ließen." Darum kümmerten sich bisher IT-Teams, die in Lehrveranstaltungen gingen. "Für die Zukunft brauchen wir eine Digitalisierungsoffensive, die sowohl Hard- und Software umschließt als auch die entsprechende Weiterbildung des Personals", forderte Lenzen. Das gelte nicht nur für Hamburg. "Deutschland hat die Digitalisierung an den Hochschulen bisher verschlafen. Die Pandemie gibt uns die Chance – die letzte vielleicht – dies zu ändern."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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