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HSV-Vize Schulz wehrt sich: "Vorwürfe sind substanzlos"

Hamburg  

HSV-Vize Schulz wehrt sich: "Vorwürfe sind substanzlos"

20.01.2021, 12:52 Uhr | dpa

HSV-Vize Schulz wehrt sich: "Vorwürfe sind substanzlos". HSV

Blick in die leeren Sitzreihen vor Beginn des Spiels. Foto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Archiv (Quelle: dpa)

Im Machtkampf im Präsidium des Großsportvereins Hamburger SV e.V. hat sich Vizepräsident Thomas Schulz gegen Kritik und den Antrag auf seine Abwahl gewehrt. "Die in dem Schreiben an die Mitglieder enthaltenen Vorwürfe, die in der Behauptung gipfeln, meine Entscheidungen nicht zum Wohle des HSV zu treffen, sind substanzlos", schrieb er am Mittwoch bei Facebook. Fakten in dem Schreiben des Ehrenrats an die Mitglieder seien "bezeichnenderweise nicht benannt" worden.

Der HSV-Ehrenrat hatte mit anderen Vereinsgremien in einer Stellungnahme erklärt, dass "das Handeln des HSV-Vizepräsidenten Thomas Schulz für nicht länger tragbar" sei. Er habe durch die Art und Weise seiner Amtsausübung "das Vertrauen aller Gremien verloren".

Die Gremien warfen dem Stellvertreter von HSV-Präsident und Ex-Fußballprofi Marcell Jansen vor, er lasse "sich bei seinen Entscheidungen zu häufig von eigenen Zielen, statt dem Wohl des HSV leiten". Daher wurde ein Abwahlantrag gegen Schulz eingebracht und dafür eine außerordentliche Mitgliederversammlung beantragt. Diese soll bis spätestens sechs Wochen nach Antragstellung stattfinden.

"Die im Präsidium in den vergangenen Wochen getroffenen Entscheidungen dienen sehr wohl den Interessen des HSV", schrieb Schulz. Der Umstand, dass einzelne Präsidiumsmitglieder mit der einen oder anderen Entscheidung nicht einverstanden seien, "ist jedoch Konsequenz eines demokratischen Prozesses innerhalb eines aus mehreren Mitgliedern bestehenden Präsidiums".

Hintergrund ist ein Zwist im HSV-Präsidium zwischen Schulz und Schatzmeister Moritz Schaefer auf der einen und Präsident Jansen auf der anderen Seite. Dabei geht es um die Kandidaten für den Aufsichtsrat der Fußball-AG und um den möglichen Verkauf weiterer Anteile am Verein. Mehrere Gremien des HSV sollen Jansen Rückendeckung gegeben haben, heißt es.

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