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Hamburg/Köln-Bonn: Wartung der fliegenden Sternwarte "Sofia" abgeschlossen

Fotos aus der Stratosphäre  

Wartung der fliegenden Sternwarte "Sofia" abgeschlossen

02.02.2021, 17:17 Uhr | dpa

Hamburg/Köln-Bonn: Wartung der fliegenden Sternwarte "Sofia" abgeschlossen. Michael Hütwohl, Teleskopmanager des Deutschen Sofia-Instituts (DSI) der Universität Stuttgart (Archivbild): Das Flugzeug ist in Hamburg gewartet worden. (Quelle: dpa/Christian Charisius)

Michael Hütwohl, Teleskopmanager des Deutschen Sofia-Instituts (DSI) der Universität Stuttgart (Archivbild): Das Flugzeug ist in Hamburg gewartet worden. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

In Hamburg ist die Wartung des Forschungsflugzeugs "Sofia" abgeschlossen worden. Bald soll die Boeing von Köln-Bonn aus in die Stratosphäre starten.

Die mehrere Wochen dauernde Wartung des fliegenden Observatoriums "Sofia" in Hamburg ist abgeschlossen. Die zu einer Sternwarte umgebaute Boeing 747-SP stehe damit kurz vor ihrem Abflug nach Köln-Bonn, sagte Michael Hütwohl, Teleskopmanager des Deutschen Sofia-Instituts (DSI) der Universität Stuttgart, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Der 58-Jährige ist Leiter des 25-köpfigen DSI-Teams in Palmdale/Kalifornien – dem Heimathafen des fliegenden Teleskopes.

Der Kommando- und Steuerungsbereich des fliegenden Stratosphären-Observatoriums "Sofia" im Inneren der umgebauten Boeing 747: "Sofia" soll bald in Köln-Bonn stationiert werden. (Quelle: dpa)Der Kommando- und Steuerungsbereich des fliegenden Stratosphären-Observatoriums "Sofia" im Inneren der umgebauten Boeing 747: "Sofia" soll bald in Köln-Bonn stationiert werden. (Quelle: dpa)

Von Köln aus geht es für "Sofia" und das Team allerdings nicht gleich zurück in die USA, sondern 20 Mal von Deutschland aus zu den etwa zehnstündigen Erkundungsflügen in den Nachthimmel. "Wir werden für gute fünf Wochen von Köln-Bonn aus Wissenschaftsflüge über Mitteleuropa und dem Nordatlantik machen und dort wichtige astronomische Beobachtungen durchführen, die uns helfen, das Universum besser zu verstehen", so Hütwohl.

"Sofia" liefert neue Erkenntnisse

"Sofia" ist eine Abkürzung und steht für Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie. Mit dem Projekt der National Aeronautics and Space Administration (NASA) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) können internationale Wissenschaftler die Geschichte der Sterne in unserer und den Nachbargalaxien erforschen. Sie geben gut 90 Millionen Dollar (75 Millionen Euro) jährlich dafür aus.

Erst 2020 haben Sofia-Daten dazu geführt, dass Wissenschaftler weitere Hinweise auf Wasser auf der sonnenzugewandten Seite des Mondes entdecken konnten. "Sofia" ist dabei nicht in erster Linie für die hochaufgelösten Bilder von Sternen und Galaxien zuständig. Das Hauptaugenmerk liegt im Bereich der Spektroskopie. Es soll also zeigen, welche Atome und Moleküle sich in bestimmten Regionen des Universums befinden und wofür sie ein Indikator sein könnten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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