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Schulen und Kitas sollen trotz hoher Corona-Zahlen öffnen

Hamburg  

Schulen und Kitas sollen trotz hoher Corona-Zahlen öffnen

25.02.2021, 13:37 Uhr | dpa

Schulen und Kitas sollen trotz hoher Corona-Zahlen öffnen. Ties Rabe (SPD)

Ties Rabe (SPD), Senator für Schule und Berufsbildung in Hamburg. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Trotz deutlich steigender Corona-Zahlen sollen Schulen und Kitas auch in Hamburg bald wieder öffnen. Am Freitag werde Schulsenator Ties Rabe (SPD) eine Teststrategie vorstellen, die eine Rückkehr zur Präsenzpflicht nach den Frühjahrsferien am 15. März ermöglichen solle, teilte seine Behörde am Donnerstag mit. Schon eine Woche früher könnten die Kitas aus dem Notbetrieb gehen - hier ist eine Entscheidung aber noch nicht gefallen. Unterdessen stieg die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg auf knapp 80. Weitere Lockerungen soll es erst ab einem stabilen Wert unter 35 geben.

Ein Wiederanfahren des Schulbetriebs nach den am Montag beginnenden zweiwöchigen Ferien war erwartet, das Datum aber bisher nicht konkret bestätigt worden. In Hamburg ist die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler seit dem 16. Dezember aufgehoben. Der Senat hatte immer betont, dass Kitas und Schulen bei Corona-Lockerungen Priorität hätten.

Die Kitas wurden von der Sozialbehörde aufgefordert, sich auf eine Rückkehr aus der Notbetreuung noch während der Ferien vorzubereiten. Öffnungsschritte würden von der Entwicklung der Infektionen abhängig gemacht, heißt es in einem Schreiben an die Einrichtungen vom Mittwoch, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Die erweiterte Notbetreuung wird deshalb mindestens bis zum 07.03.2021 fortgesetzt." Jeder weitere Öffnungsschritt werde auch hier durch eine Teststrategie begleitet. Ob es am 8. oder am 15. März losgeht, soll dem Vernehmen nach am kommenden Montag feststehen.

Angesichts der Zahlen dürften weitere Lockerungen wie Ladenöffnungen für Hamburg aber in weite Ferne rücken: Am Mittwoch kamen 343 neu nachgewiesene Corona-Infektionen hinzu - 97 Fälle mehr als am Vortag und 148 mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche - stieg den vierten Tag in Folge auf nunmehr 79,7. Vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei 68,1 gelegen.

In der Gesundheitsbehörde sieht man einen Zusammenhang zwischen den steigenden Corona-Zahlen und dem Rodel-Vergnügen vor knapp zwei Wochen, dem sich viele Hamburgerinnen und Hamburger bei kalt-trockenem Wetter hingegeben hätten, wie Sprecher Martin Helfrich der dpa sagte. "Es gibt durchaus Anhaltspunkte, dass wir das jetzt auch in den Neuinfektionszahlen sehen."

Und auch die inzwischen frühlingshaften Temperaturen locken die Menschen weiter auch in großen Gruppen ins Freie. 268 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen Corona-Regeln leitete die Hamburger Polizei binnen 24 Stunden bis Donnerstagmorgen ein - zumeist gegen Jugendliche und junge Erwachsene, die Abstandsregeln nicht eingehalten hätten, wie eine Sprecherin sagte. Gruppen mit jeweils mehr als 150 Personen seien der Polizei von Anwohnern oder Passanten im Jenischpark, am Jungfernstieg und im Park Fiction am St. Pauli Fischmarkt gemeldet worden.

Ab Samstag soll in Hamburg eine verschärfte Maskenpflicht gelten, die eine medizinische Mund-Nase-Bedeckung überall dort vorschreibt, wo Abstände aufgrund vieler Besucher nicht eingehalten werden können, etwa an Alster und Elbe und in den Parks. Die Polizei kündigte Kontrollen an. "Vor allem diese definierten Bereiche werden wir am Wochenende im Fokus behalten, sind aber auch im gesamten Stadtgebiet unterwegs", sagte die Sprecherin.

Nicht regelkonform versucht auch so mancher, an eine Impfung im Zentralen Impfzentrum in den Messehallen zu gelangen. In rund 200 Fällen hätten dort allein in der vergangenen Woche Impfwillige abgewiesen werden müssen, obwohl sie einen Termin hatten, sagte Helfrich. Grund seien falsche Angaben bei der Terminvereinbarung gewesen. So seien in 35 Prozent der Fälle die Betroffenen noch keine 80 Jahre alt gewesen.

Zwar müsse man bei der Online-Anmeldung versichern, dass man laut Impfverordnung berechtigt ist. Die Überprüfung finde jedoch erst im Impfzentrum statt. "Das Personal ist angewiesen, Personen, die derzeit nicht impfberechtigt sind, abzuweisen", sagte er. 22 Prozent und damit ein gutes Viertel der Impf-Schummler hätte den Hauptwohnsitz außerhalb Hamburgs gehabt. "In 19 Prozent der Fälle war ein fehlender, unzureichender oder nicht glaubhafter Tätigkeitsnachweis der Grund für die Ablehnung. In 9 Prozent der Fälle hatten die Personen angegeben, zum impfberechtigten medizinischen Personal zu gehören, ohne das nachweisen zu können."

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