Sie sind hier: Home > Regional > Hamburg >

Corona treibt Digitalisierung an Hamburgs Schulen voran

"Erhebliche Fortschritte"  

Corona treibt Digitalisierung an Hamburgs Schulen voran

09.03.2021, 16:32 Uhr | dpa

Corona treibt Digitalisierung an Hamburgs Schulen voran. Ein Schüler bedient an einem Notebook die Lernplattform Moodle (Symbolbild): Während der Pandemie wurde die digitale Ausstattung an Hamburgs Schulen erweitert. (Quelle: dpa/Marijan Murat)

Ein Schüler bedient an einem Notebook die Lernplattform Moodle (Symbolbild): Während der Pandemie wurde die digitale Ausstattung an Hamburgs Schulen erweitert. (Quelle: Marijan Murat/dpa)

Homeschooling und digitaler Unterricht haben Hamburgs Schüler und Lehrer durch die letzten Wochen begleitet. Die Pandemie hat für die Schulen nicht nur Nachteile besonders die Digitalisierung der Schulen wurde gefördert.

In der Corona-Krise hat die Digitalisierung der Hamburger Schulen erhebliche Fortschritte gemacht. "Mittlerweile haben 347 von 367 staatlichen Schulen in allen oder in der großen Mehrzahl ihrer Schulgebäude W-Lan", sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag. Das entspreche einer Quote von 95 Prozent. "Vor einem Jahr waren es gerade einmal 66 staatliche Schulen." Neben dem Breitbandausbau komme auch die Hardware-Ausrüstung voran. So sollen zum Start des neuen Schuljahres alle 21.400 Lehrer, Sozialpädagogen und Erzieher an Hamburgs staatlichen Schulen mit Dienst-Tablets oder -Laptops ausgestattet sein.

Für Schüler, die über keine eigenen Endgeräte verfügten, habe die Behörde bereits 63.000 Geräte angeschafft. Außerdem stünden für die insgesamt 220.000 Schülerinnen und Schüler 35.553 Desktop-Computer zu Verfügung.

Hamburgs Schulen sollen Vorreiter werden

Trotz aller Bemühungen sei man aber noch nicht am Ziel. "Wir können nicht in wenigen Monaten ein riesiges IT-System mit über 30.000 Beschäftigten, insgesamt 285.000 Anwenderinnen und Anwendern, über 1.000 Schulgebäuden und rund 2,7 Millionen Quadratmetern Schulraum auf das digitale Niveau eines Dax-Konzerns führen", sagte Rabe.

Hamburg habe weiter den Anspruch, "bei der Digitalisierung einen Spitzenpodestplatz unter den 16 Bundesländern einzunehmen". Dass Deutschland im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich abschneidet, nimmt er gelassen. "Wir können auch nur mit Wasser kochen und sind dabei im Vergleich mit anderen sehr erfolgreich."

Die Opposition in der Bürgerschaft sieht das anders. Rabe vergesse zu erwähnen, "dass es an Schulen mit niedrigem Sozialindex mehr Bedarfe an digitalen Endgeräten gibt als das von der Schulbehörde zugewiesene Budget aus dem Digitalpakt vorsieht", sagte die Schulexpertin der CDU-Fraktion, Birgit Stöver. Chancengerechtigkeit dürfe keine Worthülse bleiben. Die Expertin der Linksfraktion, Sabine Boeddinghaus, nannte es nach einem Jahr Pandemie "eine trübe Bilanz, wenn unsere Schulen immer noch nicht zu 100 Prozent über ein hochleistungsfähiges W-Lan verfügen."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: