Sie sind hier: Home > Regional > Hamburg >

Mit Stelzenläufern gegen Corona in sozialen Brennpunkten

Hamburg  

Mit Stelzenläufern gegen Corona in sozialen Brennpunkten

15.04.2021, 15:55 Uhr | dpa

Mit Stelzenläufern gegen Corona in sozialen Brennpunkten. Aufklärungs-Kampagne in Harburg

Darstellerinnen auf Stelzen verteilen FFP-Masken. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Mit Stelzenläufern, Infoflyern in verschiedenen Sprachen und kostenlosen Schutzmasken will man in Hamburg die besonders hohe Corona-Inzidenz in Stadtteilen mit sozial schwieriger Lage bekämpfen. Es habe sich gezeigt, dass in dieser Phase der Pandemie gerade dort die Zahl der Infektionen besonders hoch sei, sagte die auch für die Bezirke zuständige Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) am Donnerstag beim Start der Kampagne in Harburg. Ziel sei es, dicht an die Menschen heranzukommen und niedrigschwellig zu informieren.

Zu Anfang der Pandemie hätten viele Skiurlauber das Virus zurück mit nach Altona oder Eimsbüttel gebracht, sagte die Senatorin. "Jetzt stellen wir fest, dass sehr kinderreiche Stadtteile, Stadtteile mit einer schwierigen sozialen Lage betroffen sind." Dabei spielten "beengte Wohnverhältnisse" eine Rolle, "aber sicher auch Familien, wo die Arbeitsverhältnisse nicht homeoffice-fähig sind".

Auch der hohe Anteil migrantischer Bewohner werde berücksichtigt, sagte Harburgs Bezirksamtschefin Sophie Fredenhagen. Dabei sei die Sprachbarriere nicht immer der Hauptgrund. "Wir haben ja auch viele Migranten, die über Generationen hier sind, die keine Sprachbarriere haben. Das Verstehen und das Verständnis sind, glaube ich, zwei verschiedene Sachen." Deshalb arbeite man auch mit Initiativen und Vereinen im Stadtteil sowie den Moschee-Gemeinden eng zusammen, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Zudem sei Harburg "nicht nur divers, sondern auch jung", sagte Fredenhagen. So sei der Anteil Jugendlicher und junger Erwachsener an der Gesamtbevölkerung in Hamburg nirgends höher - zugleich verbreite sich das Virus in keiner anderen Gruppe schneller. Und junge Menschen litten besonders unter Einschränkungen.

Fegebank zufolge kann die Kampagne in Harburg Modell für weitere Bezirke oder Stadtteile mit vergleichbarer Struktur sein. "Wir wollen die Elemente auch nach Mitte tragen", sagte sie. Auch mit anderen Bezirksamtsleitern sei man deshalb im Gespräch.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal