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Hagenbecks Tierpark Hamburg: Leiter besorgt um wirtschaftliche Situation

1,2 Millionen Euro Kosten  

"Fest überzeugt, dass Hagenbecks Tierpark überleben wird"

16.04.2021, 10:52 Uhr | dpa

Hagenbecks Tierpark Hamburg: Leiter besorgt um wirtschaftliche Situation. Elfanten stehen in ihrem Gehege im Hamburger Tierpark Hagenbeck (Archivbild): Täglich fallen in dem Tierpark kosten von mehr als 40.000 Euro an. (Quelle: dpa/Daniel Bockwoldt)

Elfanten stehen in ihrem Gehege im Hamburger Tierpark Hagenbeck (Archivbild): Täglich fallen in dem Tierpark kosten von mehr als 40.000 Euro an. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa)

Mehrere Millionen Euro Einnahmeverluste hat der Tierpark Hagenbeck in Hamburg. Seit Monaten fehlen die Besucher – die Existenz des Zoos sieht der Leiter nicht in Gefahr.

Den Tieren fehlen die Besucher und dem Tierpark fehlen die Einnahmen: Dem seit November geschlossenen Hamburger Tierpark Hagenbeck macht die Corona-Pandemie in mehrererlei Hinsicht zu schaffen."Die wirtschaftliche Situation macht uns viele Sorgen", sagte Geschäftsführer Dirk Albrecht der "Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung". Die Verluste des privat finanzierten Parks gehen dabei in die Millionen.

"Die Einnahmeverluste betragen bisher circa 8,4 Millionen Euro. Wir haben Kosten von einer bis 1,2 Millionen Euro pro Monat, also 40.000 bis 42.000 Euro am Tag. Ohne Besuchereinnahmen haben wir keine Möglichkeit, das zu kompensieren." Deshalb hatte der Zoo staatliche Unterstützung beantragt, die erste Zahlung sei bereits gekommen.

Mitarbeiter teilweise in Kurzarbeit

Die Existenz des Tierparks sei dennoch nicht gefährdet, sagte Albrecht weiter. Noch könne Hagenbeck die Belastungen stemmen. "Bestimmt bis Ende des Jahres, danach käme allerdings das Stirnrunzeln. Aber: Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Hamburgensie Hagenbecks Tierpark überleben wird. Dass hier ein Konkurs vor der Tür steht, sehe ich überhaupt nicht." Sollte die Lage bis zum Jahresende nicht besser werden, müssten jedoch die Kosten runter. Derzeit seien 19 von 160 Mitarbeitern in Kurzarbeit.

Wie immer arbeiten zum Beispiel die Tierpfleger – und die haben seit Beginn der Pandemie noch neue Aufgaben dazubekommen, wie Albrecht verrät. "Unsere Tierpfleger haben seit der zweiten Schließung im November 2020 übrigens noch eine zweite Aufgabe bekommen: Sie sind jetzt zusätzlich auch Tier-Entertainer."

So vergraben die Pfleger beispielsweise für die Elefanten Karotten im Sand, präparieren Säcke mit Duftstoffen von anderen Tieren und legen sie ins Gehege der Tiger und Löwen. "Die Tiere wittern das und gehen dann auf die Suche – so sind sie beschäftigt."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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