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Hamburg: Familie wegen mutmaßlicher Geldwäsche angeklagt

Pfandhaus als Scheinbetrieb  

Familie wegen Geldwäsche in Millionenhöhe vor Gericht

05.05.2021, 07:04 Uhr | dpa

Hamburg: Familie wegen mutmaßlicher Geldwäsche angeklagt. Die Außenaufnahme zeigt den Schriftzug am Strafjustiz-Gebäude in Hamburg (Symbolbild): Alle acht Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft. (Quelle: dpa/Daniel Reinhardt)

Die Außenaufnahme zeigt den Schriftzug am Strafjustiz-Gebäude in Hamburg (Symbolbild): Alle acht Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft. (Quelle: Daniel Reinhardt/dpa)

Insgesamt acht Angeklagte müssen sich in Hamburg dem Vorwurf der bandenmäßigen Geldwäsche stellen. Sie sollen das Geld aus Drogengeschäften nach Spanien geschafft haben.

Wegen mutmaßlicher Geldwäsche in Höhe von fast acht Millionen Euro müssen sich von Mittwochmittag eine vierköpfige Familie und vier weitere Angeklagte in einem Prozess vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Die Beschuldigten sollen aus Drogengeschäften stammende Barbeträge ins Ausland geschafft haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte (Az. 618 KLs 16/20).

Angeklagt sind eine 70-jährige Frau und ihr 69 Jahre alter Ehemann sowie deren Söhne im Alter von 36 und 42 Jahren. Die vier mitangeklagten Männer im Alter von 37, 39, 42 und 55 Jahren und zwei weitere Komplizen sollen als Geldboten tätig gewesen sein. Das Ehepaar, das einen Goldhandel und ein Pfandleihhaus betrieb, habe ihnen in ihrer Wohnung im Stadtteil Poppenbüttel dafür speziell präparierte Koffer mit Geldverstecken zur Verfügung gestellt.

Je Transport sollen die Boten bis zu 1.000 Euro plus Spesen bekommen haben. Das Geld sei hauptsächlich nach Spanien gebracht worden, sagte ein Gerichtssprecher. Die Hauptbeschuldigten ließen sich von ihren kriminellen Auftraggebern bezahlen. Es geht um 62 Fälle in der Zeit von September 2019 bis Juli 2020. Der Vorwurf lautet gewerbs- und bandenmäßige Geldwäsche. Alle acht Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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