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Hamburg: CDU-Fraktion fordert mehr Toiletten

Zu wenig Klos  

CDU-Fraktion fordert mehr stille Örtchen in Hamburg

19.06.2021, 14:08 Uhr | dpa

Hamburg: CDU-Fraktion fordert mehr Toiletten. Eine öffentliche Toilette am Millerntor (Archivbild): Die CDU der Hansestadt fordert mehr solcher stillen Örtchen. (Quelle: imago images/Joko)

Eine öffentliche Toilette am Millerntor (Archivbild): Die CDU der Hansestadt fordert mehr solcher stillen Örtchen. (Quelle: Joko/imago images)

In der Hansestadt gibt es insgesamt 133 Toilettenanlagen. Doch wegen der Corona-Pandemie haben derzeit nicht alle geöffnet. Die CDU fordert weitere Klos.

In den Hamburger Grün- und Parkanlagen gibt es nach Ansicht der CDU-Bürgerschaftsfraktion zu wenig öffentliche Toiletten. Geöffnet sind zurzeit 41 Anlagen der Stadtreinigung, wie der Senat auf eine Kleine Anfrage der CDU-Abgeordneten André Trepoll und Sandro Kappe mitteilte.

"Hamburg verfügt über ein dichtes und verlässliches Netz an öffentlichen, sauberen und hygienischen Toiletten", erklärte der Senat weiter. Die Einrichtungen seien überwiegend auch während der Pandemie geöffnet – einzig die vermieteten Kiosk-WC-Anlagen seien wegen der Schließung der Gastronomie zeitweise nicht nutzbar gewesen.

Nur 41 der 133 Anlagen geöffnet

Etwas mehr als 40 Toilettenanlagen könnten wohl kaum als dichtes Angebot für eine Millionenstadt wie Hamburg bezeichnet werden, kritisierte Trepoll. Die von vielen Bürgern beklagte Wildpinkelei in Hotspots wie dem Schanzenviertel oder St. Pauli, in vielen Parks und Grünanlagen, auf öffentlichen Plätzen und rund um die Bahnhöfe seien dafür ein eindeutiges Zeichen.

"Vielen Hamburgern stinkt es, und daher besteht auch überhaupt kein Grund für Selbstlob des Senats", erklärte der CDU-Fraktionssprecher für Verfassung und Bezirke. Hamburg brauche deutlich mehr stille Örtchen.

Wildpinkeln kostet Geld

Die Hamburger Stadtreinigung betreibt nach eigenen Angaben 133 Toiletten in der gesamten Stadt. Darunter seien Anlagen auf dem Kiez von St. Pauli, eine genderneutrale Toilette im Schanzenviertel und auch eine verpachtete Einrichtung in der "Strandperle" an der Elbe, sagte ein Sprecher. Zähle man die Toiletten auf Bahnhöfen und von anderen öffentlichen Anbietern hinzu, seien es insgesamt rund 200. Wer lieber in die Büsche geht, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Eine Verwarnung kostet nach früheren Senatsangaben 35 Euro, das Bußgeld beträgt 100 Euro.

Bereits vor gut einem Jahr hatte die CDU in einem Antrag gefordert, die öffentlichen Toiletten auch während der Pandemie offenzuhalten. SPD und Grüne hatten den Vorstoß abgelehnt. Die Not von Hamburger Parkbesuchern kann übrigens deutlich größer sein, als die Senatsantwort nahelegt: Nach Angaben der Stadtreinigung sind viele der 41 aufgezählten Anlagen nur zu bestimmten Tageszeiten geöffnet. Und eine der 41 Toiletten ist besonders schwer zu erreichen: Sie liegt auf der Insel Neuwerk im Wattenmeer.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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