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Corona in Hamburg: Bundesweit höchste Inzidenz – Folgen für Schüler

Corona-Sorgen in Hamburg  

Bundesweit höchste Inzidenz – und die Schule geht wieder los

03.08.2021, 09:47 Uhr | t-online, mtt, AFP

Corona in Hamburg: Bundesweit höchste Inzidenz – Folgen für Schüler. Kinder in der Schule (Archivbild): Die Sommerferien gehen zu Ende – und Experten erwarten steigende Corona-Zahlen. (Quelle: dpa/tmn/Mascha Brichta)

Kinder in der Schule (Archivbild): Die Sommerferien gehen zu Ende – und Experten erwarten steigende Corona-Zahlen. (Quelle: Mascha Brichta/dpa/tmn)

In Hamburg ist die Corona-Inzidenz rund doppelt so hoch wie im bundesweiten Durchschnitt – und das kurz vor dem Ende der Sommerferien. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte erwartet eine Welle von Infektionen.

Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe hält die Schulen in der Hansestadt für gut gerüstet. "Eigentlich gucken alle mit Freude auf die Schulöffnung", sagte der SPD-Politiker im Interview mit dem ZDF. Eltern, Lehrer und Kinder würden sich auf einen ordentlichen Unterrichtsbetrieb freuen, wenn diesen Donnerstag die Schule nach den Sommerferien wieder losgehe. Die Stadt habe alles dafür getan, dass der Unterrichtsbeginn "auch wirklich sicher" sei.

Experten zeigen sich angesichts der aktuellen Zahlen skeptischer. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, erwartet durch die Öffnung der Schulen einen weiteren Anstieg der Inzidenz. Dem Sender n-tv sagte er: "Das kann man sich an den Fingern einer Hand abzählen: Die nächsten, die jetzt erkranken, sind ganz vorwiegend junge Menschen. Eben diejenigen, die noch nicht geimpft sein können."

Sorge, dass Schulen nicht gut vorbereitet sind

In den vergangenen sieben Tagen haben sich in Hamburg 32,7 Menschen pro 100.000 Einwohner mit Corona infiziert, das sind fast doppelt so viele wie im bundesweiten Durchschnitt, wo die Inzidenz aktuell bei 17,8 liegt. Auch in Bezug auf Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, wo schon an diesem Montag die Schule wieder startete, äußerte Fischbach die Sorge, dass die Schulen anders als behauptet nicht flächendeckend gut vorbereitet sein könnten.

Er warnte vor ernsten Konsequenzen: Kinder würden zwar in der Regel nur leicht erkranken, manche treffe die Krankheit aber auch schwer – und über vieles wie etwa die Langzeitfolgen von Long-Covid sei bis heute nur wenig bekannt. Trotzdem halte sein Verband geöffnete Schulen für "essenziell notwendig, damit die Entwicklung der Kinder endlich wieder auf einen guten und normalen Weg kommt".

Verbandschef für Impfungen von Kindern und Jugendlichen

Fischbach plädiert daher für eine Leitlinie zum Impfen von 12- bis 17-Jährigen, an der sich sowohl Ärzte als auch Eltern orientieren könnten: "Wenn wir eine ganze Bevölkerungskohorte nicht impfen, dann setzen wir diese Bevölkerungsgruppe der Wildinfektion aus", sagte er n-tv. "Das heißt, wir würden die Durchseuchung dieser Altersgruppe in Kauf nehmen, mit allen Konsequenzen, die das haben würde."

Auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warb für Impfungen. "Falls wir die Kinder nicht impfen, droht ihnen ein Jahr von vielen Quarantänen und zum Schluss die Infektion mit der Delta-Variante. Selbst schlimmere Varianten seien möglich.

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