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Hamburg startet mit Auffrischimpfung in Pflegeeinrichtungen


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Hamburg startet mit Auffrischimpfung in Pflegeeinrichtungen

Von dpa
06.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Impfung
Eine Spritze mit einem Impfstoff. (Quelle: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Mobile Teams haben am Dienstag in Hamburg mit Auffrischungsimpfungen in den Pflegeeinrichtungen begonnen. Diese Auffrischungsimpfungen sollen nach und nach in allen stationären Pflegeeinrichtungen angeboten werden, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag in Hamburg. Aktuell seien 56 Bewohnerinnen und Bewohner in insgesamt fünf stationären Pflegeeinrichtungen mit dem Coronavirus infiziert. In drei Pflegeeinrichtungen gebe es mehr als zehn Fälle. Der Impfschutz lasse bei immungeschwächten, sehr alten und pflegebedürftigen Personen schneller nach.

Insgesamt sind in Hamburg in der vergangenen Woche 1680 Corona-Infektionen von den Gesundheitsämtern erfasst worden. 98 Fälle gehen auf die 0- bis 5-Jährigen zurück, 156 Fälle auf die 15- bis 19-Jährigen. Mit 319 Fällen haben die 6- bis 14-Jährigen den größten Anteil an den Neuinfektionen, stark betroffen ist ebenso die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen mit 294 Fällen. "Eine Infektion bei jüngeren Menschen verläuft weitaus weniger gefährlich als bei älteren Menschen", sagte Schweitzer.

Zusätzliche Maßnahmen zum Beispiel an Schulen seien zunächst nicht geplant. "Wir müssen mit höheren Inzidenzen rechnen, maßgeblich ist aber die Auslastung medizinischer Kapazitäten", sagte Schweitzer. Eine Grenze für die Hamburger Krankenhäuser, wann eine Belastung erreicht ist, gebe es noch nicht. Im Moment liege die Inzidenz bei 90,2, in den Krankenhäusern liegen 49 Menschen auf Intensivstationen. "Wir halten die höhere Inzidenz aus, weil schon sehr viele Menschen geimpft sind und weil die Erkrankten nicht eine so schwere Erkrankung haben, dass eine Überlastung des Gesundheitssystems droht", sagte Schweitzer.

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Schulsenator Ties Rabe (SPD) begrüßte unterdessen die von der Gesundheitsministerkonferenz beschlossenen vereinfachten Quarantäne-Regelungen für Schulen. "Dank der jetzt gefundenen Regelungen werden künftig wesentlich weniger Schülerinnen und Schüler in Quarantäne geschickt, überdies können sie bereits nach fünf Tagen mit einem negativen Test die Quarantäne beenden", sagte der Politiker laut Mitteilung. Laut Schweitzer sollen die neuen Quarantäne-Regelungen "unverzüglich" in Kraft treten.

Hamburgs Sieben-Tage-Inzidenz sank am Dienstag leicht von 90,7 auf 90,2. Die Gesundheitsbehörde registrierte 245 Neuinfektionen, nach 195 am Montag. Seit Beginn der Pandemie haben sich mindestens 87.245 Hamburger mit dem Coronavirus infiziert. 81.400 von ihnen gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts als genesen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, liegt unverändert bei 1654.

Am Montag lagen nach Angaben der Gesundheitsbehörde 122 Covid-19-Patienten in den Hamburger Krankenhäusern. Das sind 14 Patienten mehr als noch am Freitag. 49 von ihnen mussten auf Intensivstationen betreut werden, drei weniger als am Freitag.

Bis einschließlich Montag wurden 1.284.669 Hamburger mindestens einmal gegen Corona geimpft. Das entspricht laut RKI 69,3 Prozent der Einwohner. 1.200.888 Menschen oder 64,8 Prozent der Hamburger sind vollständig geimpft.

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