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Hamburger Hafen: Behörden proben für Seuchenausbrüche auf Schiffen

Im Hafen  

Hamburg bereitet sich mit Übung auf Seuchenausbrüche vor

15.10.2021, 14:10 Uhr | dpa

Hamburger Hafen: Behörden proben für Seuchenausbrüche auf Schiffen. Rettungskräfte versorgen Dummy-Patienten: Bei der Übung proben Einsatzkräfte und Behörden die Zusammenarbeit bei Seuchen oder terroristischen Angriffen. (Quelle: dpa/Marcus Brandt)

Rettungskräfte versorgen Dummy-Patienten: Bei der Übung proben Einsatzkräfte und Behörden die Zusammenarbeit bei Seuchen oder terroristischen Angriffen. (Quelle: Marcus Brandt/dpa)

Im Hamburger Hafen findet eine Großübung statt: Mehrere Behörden proben, wie sie auf einen Seuchenausbruch auf einem Schiff mit Ziel Deutschland reagieren müssen.

Durch eine Übung soll in Hamburg für den Ernstfall "Seuchenausbruch auf einlaufendem Schiff" trainiert werden. Es sei wichtig, einen fundierten Plan mit allen Beteiligten zu entwickeln und zu testen, bevor der Ernstfall eintritt, betont der Leiter des Hafen- und Flughafenärztlichen Dienstes der Hansestadt, Martin Dirksen-Fischer.

Die am Freitagmorgen begonnene, mehrstündige Übung ist Teil eines bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie gestarteten Forschungsprojektes, von dessen Ergebnissen auch andere Häfen profitieren sollen. Schauplatz der Übung ist das Cruise Center Steinwerder, das jüngste Kreuzfahrtterminal in Deutschlands größtem Seehafen. Allerdings wird nicht auf einem Schiff geübt, sondern im Abfertigungsgebäude des Terminals.

Hier ist Teamarbeit nötig: Ein Hubschrauber der Bundespolizei seilt Rettungskräfte auf das Gelände des Cruise Centers ab. (Quelle: dpa/Marcus Brandt)Hier ist Teamarbeit nötig: Ein Hubschrauber der Bundespolizei seilt Rettungskräfte auf das Gelände des Cruise Centers ab. (Quelle: Marcus Brandt/dpa)

Dirksen-Fischer: "Großschadensereignisse im Hafen stellen Rettungskräfte vor besondere Herausforderungen". Die Gründe sieht er dabei in der Logistik auf dem besonderen Terrain. "Die Anfahrtswege sind oft lang und unübersichtlich, die Einsatzorte teils aufgrund von Sperrgebieten und beengten Räumlichkeiten schwer zugänglich."

Seuchenfall-Übung am Hamburger Hafen: Besonderer Fokus auf Kreuzfahrtschiffen

Konkret werden bei der Übung Verfahrensweisen und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Einsatzkräfte und Behörden erprobt, darunter Gesundheits- und Hafenbehörden, Havariekommando des Bundes und der Küstenländer sowie Rettungsdienste.

Rettungskräfte gehen während der Großübung zum Terminal des Cruise Center Steinwerder im Hamburger Hafen: Vorne rechts geht der Schiffskapitän und daneben der Schiffsarzt. (Quelle: dpa/Marcus Brandt)Rettungskräfte gehen während der Großübung zum Terminal des Cruise Center Steinwerder im Hamburger Hafen: Vorne rechts geht der Schiffskapitän und daneben der Schiffsarzt. (Quelle: Marcus Brandt/dpa)

Im Fokus stehen vor allem Schiffe mit vielen Menschen an Bord, wie zum Beispiel Kreuzfahrtschiffe. "Passagiere und Besatzung können bei Landausflügen mit verschiedensten Erregern in Kontakt kommen und diese auf dem Schiff verbreiten", heißt es bei der Sozialbehörde der Hansestadt.

Die Kreuzfahrtindustrie begrüßte die Großübung. Auf Schiffen werde zwar permanent etwa für den Fall eines Krankheitsausbruchs trainiert, sagte der deutsche Geschäftsführer des internationalen Branchenverbands Clia, Helge Grammerstorf, der Deutschen Presse-Agentur. Dass aber Einsatzkräfte und Behörden so umfänglich einbezogen würden, "das habe ich so noch nicht gesehen", betonte er. Die Hamburger Übung sei "sehr gut organisiert", sagte Grammerstorf. "Da machen die einen tollen Job."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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