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Beiersdorf auf Vorkrisen-Kurs: Tesa wächst kräftig

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Beiersdorf auf Vorkrisen-Kurs: Tesa wächst kräftig

28.10.2021, 10:19 Uhr | dpa

Beiersdorf auf Vorkrisen-Kurs: Tesa wächst kräftig. Produktion Beiersdorf AG

Dosen mit Nivea-Creme sind im Produktionswerk der Beiersdorf AG zu sehen. Foto: Christian Charisius/dpa/Archiv (Quelle: dpa)

Der Hamburger Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat den deutlichen Einbruch im Corona-Jahr 2020 weitgehend überwunden. Der Konzernumsatz stieg in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 12 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro und damit über das Vorkrisenniveau von 2019, wie die Beiersdorf AG am Donnerstag mitteilte. Man habe weltweit Marktanteile gewinnen können. Das ist unter anderem auf die konjunkturellen Erholung in Nord- und Südamerika und China sowie die stark wachsende Klebstoffsparte Tesa zurückzuführen.

Rückenwind verspricht sich Beiersdorf zunehmend auch von gezielten Auftreten in sozialen Netzwerken, mit denen Zielgruppen wie junge Menschen punktgenau angesprochen werden. Beispielsweise bewarb Beiersdorf auf der Videoplattform Tiktok ein Hautserum, dass Pickelmale reduzieren soll. Innerhalb weniger Wochen habe die Kampagne im Nachbarland Frankreich mehr als 17 Millionen Aufrufe erzielt, berichtete Vorstandschef Vincent Warnery.

In den ersten neun Monaten des Jahres stieg der Online-Verkauf im Massengeschäft den Angaben nach um 38 Prozent. Der Konzern hatte im Jahr 2019 ein Investitionsprogramm in dreistelliger Millionenhöhe aufgelegt, mit dem unter anderem die Digitalisierung im Geschäft mit Konsumenten vorangetrieben werden soll. Beiersdorf ist etwa durch den Handel mit Hautpflegemarken wie Nivea, Eucerin und Florena sowie Pflastern (Hansaplast) bekannt.

Eine wichtige Säule des Konzerns ist zudem der Klebebandspezialist Tesa, der sowohl im Konsumentengeschäft als auch in der Industrie stark vertreten ist. Tesa wuchs in den ersten neun Monaten des Jahres um mehr als 18 Prozent. Der Umsatz lag mit 1,2 Milliarden Euro rund 226 Millionen Euro über dem selben Zeitraum im Krisenjahr 2020. Größte Antreiber waren unter anderem das Elektronikgeschäft in Asien sowie die weltweite Erholung der Automobilindustrie. Beide Branchen kommen nicht ohne High-Tech-Klebelösungen aus, bei denen Tesa zu einem der weltweit wichtigsten Player zählt.

Das konzernweite Umsatzplus von Juli bis September fällt aber niedriger aus als von Experten erwartet: Nachdem der Konzern den Umsatz im ersten Halbjahr aus eigener Kraft um mehr als 16 Prozent gesteigert hatte, verlangsamte sich das Wachstum im dritten Quartal deutlich. Beiersdorf berichtete von einer Steigerung um 4,3 Prozent.

Für das gesamte Jahr 2021 erwartet der Konzern einer neuen Prognose zufolge nun ein Umsatz-Plus von 8 bis 10 Prozent - und damit weniger als von Analysten vorhergesagt. Die Anleger an den Börsen konnte das nicht überzeugen. Vor der Rückkehr von Beiersdorf in den Dax am Freitag fiel die Aktie am Donnerstagnachmittag um mehr als vier Prozent.

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