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41 Prozent der Stadtteilschulabsolventen finden Lehrstelle

Hamburg  

41 Prozent der Stadtteilschulabsolventen finden Lehrstelle

02.12.2021, 12:30 Uhr | dpa

Trotz Pandemie und weniger Lehrstellen haben in diesem Jahr prozentual mehr Stadtteilschüler direkt nach ihrem Abschluss einen Ausbildungsplatz gefunden als im Vor-Corona-Jahr 2019. Insgesamt seien 41 Prozent der Absolventen direkt in eine Ausbildung gewechselt, teilte die Schulbehörde am Donnerstag mit. Das seien bei einer geringfügig kleineren Gesamtschülerzahl 0,6 Punkte mehr als 2019. Damals fanden den Angaben zufolge 1698 Jugendliche sofort eine Lehrstelle. Diesmal seien es 1692 Jugendliche gewesen.

Schulsenator Ties Rabe (SPD) und der Chef der Hamburger Arbeitsagentur, Sönke Fock, zeigten sich sehr zufrieden. Denn inklusive jener Schülerinnen und Schüler, die erst nach einem Jahr und diversen Fördermaßnahmen in eine Ausbildung kamen, zählte die Behörde 2021 insgesamt 3155 neue Azubis in den 320 angebotenen Ausbildungsberufen. Das entspreche rund 76 Prozent der durchschnittlichen Jahrgangsstärke der Schulabgänger an den Stadtteilschulen nach der 10. Klasse.

"Vor sieben, acht Jahren waren es nur 25 Prozent derjenigen, die mit Haupt- oder Realschulabschluss die Schule verlassen haben, die dann im Anschluss nach den Sommerferien eine Ausbildung beginnen konnten", sagte Rabe. Inzwischen werde aber schon in der Schule mit der Berufsvorbereitung begonnen. "Da werden Praktika gemacht, da werden die eigenen Stärken analysiert und Lehrkräfte beraten und begleiten die Schülerinnen und Schüler, damit sie sich über ihren Berufswunsch im Klaren werden."

Wer nicht direkt nach dem Abschluss eine Lehrstelle findet, dem hilft die in jedem Bezirk angesiedelte Jugendberufsagentur. Zumindest Minderjährige wechseln dann an die Berufsschulen, wo sie nicht nur unterrichtet werden, sondern weitere Praktika absolvieren und so bei Unternehmen einen Fuß in die Tür bekommen. Über dieses AVDual-Programm fanden den Angaben zufolge in diesem Jahr 1161 oder 51,8 Prozent der Teilnehmenden einen Ausbildungsplatz.

Das zweite Programm "Berufsqualifikation" wiederum ist für jene gedacht, die schon genau wissen, was sie werden wollen, aber noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben. Die in diesem Jahr 302 Jugendlichen würden dann bis zum Wechsel in ein Unternehmen in genau diesem Beruf an der Berufsschule ausgebildet, sagte Rabe. Die in der Schule verbrachte Zeit werde dabei auf die Ausbildung angerechnet.

Fock sagte, es habe in diesem Jahr insgesamt rund 200 Bewerberinnen und Bewerber weniger gegeben als im Vorjahr. Die Corona-Pandemie habe aber auch auf dem Ausbildungsmarkt deutliche Spuren hinterlassen. So habe es etwa in den Bereichen Gastronomie, Hotellerie oder der Kultur Einbrüche gegeben, während etwa in den Gesundheits- und Erziehungsberufen, in der Pflege, in der Logistik oder in der öffentlichen Verwaltung das Angebot gestiegen sei. Insgesamt sei die Zahl der Ausbildungsplätze immer noch höher als die Nachfrage.

Fock attestierte den Unternehmen weiterhin einen großen Willen zur Ausbildung, Rabe verwies auf Zehntausende Praktikumsplätze, die die Unternehmen zur Verfügung stellten. Der Senator betonte, Hamburg schaue genau hin, was jeder Jugendliche nach dem Schulabschluss mache. In diesem Jahr wisse die Behörde bei 4128 Schulabgängern lediglich von 18 nicht, wo sie geblieben seien.

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