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Neues Dokumentationszentrum zu NS-Verfolgung wird verlegt

Von dpa
17.01.2022Lesedauer: 2 Min.
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Das neue Dokumentationszentrum an der Hamburger Gedenkst├Ątte f├╝r die in Konzentrations- und Vernichtungslager deportierten Juden, Sinti und Roma wird noch vor der geplanten Er├Âffnung verlegt. Das hat ein Mediationsverfahren ergeben, wie die Beh├Ârde f├╝r Kultur und Medien am Montag mitteilte. Das Zentrum soll nun in einem eigens errichteten Geb├Ąude unterkommen und 2026 er├Âffnet werden.

Das Dokumentationszentrum sollte eigentlich im Erdgeschoss eines B├╝rogeb├Ąudes entstehen, das aktuell in der Hafencity gebaut wird. Die Er├Âffnung war f├╝r 2023 vorgesehen. An den Pl├Ąnen hatte es aber Kritik gegeben. Der Grund: Der Bauherr wollte die B├╝ros ├╝ber dem Zentrum an ein Unternehmen vermieten, dessen Vorg├Ąngerfirma von der Macht├╝bernahme der Nationalsozialisten profitiert hatte.

In dem f├╝r die Kriegswirtschaft wichtigen Unternehmen wurden demnach Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ausgebeutet. Eine unmittelbare Nachbarschaft sei aus Sicht der Verb├Ąnde ehemals Verfolgter und ihrer Angeh├Ârigen daher nicht vorstellbar gewesen. Daraufhin hatte die Beh├Ârde Anfang 2021 das Mediationsverfahren initiiert.

Die L├Âsung biete die Chance, das Gedenken an diesem f├╝r Hamburg so wichtigen und zentralen Ort zu st├Ąrken, sagte Kultursenator Carsten Brosda (SPD). Der bisherige Bauherr habe zugesagt, das Geb├Ąude auf eigene Kosten zu errichten und an die Stadt zu ├╝bergeben. Es soll auf einem st├Ądtischen Grundst├╝ck an der Ericusbr├╝cke entstehen.

In dem Dokumentationszentrum soll an die mehr als 8000 Menschen aus Hamburg und Norddeutschland erinnern werden, die der KZ-Gedenkst├Ątte Neuengamme zufolge zwischen 1940 und 1945 von den Nationalsozialisten ├╝ber den damaligen Hannoverschen Bahnhof in den Tod geschickt wurden. 2017 war im nahen Lohsepark bereits ein Gedenkort eingeweiht worden. Er markiert die Stelle des nach dem Krieg abgerissenen Hannoverschen Bahnhofs, wo die verfolgten Menschen in die Z├╝ge steigen mussten.

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