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Schmidt-Chanasit rechnet mit Ende der Welle in zwei Monaten

Von dpa
21.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Virologe Jonas Schmidt-Chanasit
Jonas Schmidt-Chanasit. (Quelle: Christian Charisius/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit macht leichte Hoffnung auf eine Entspannung der derzeitigen Corona-Lage. F├╝r eine sichere Beurteilung sei der Verlauf der derzeitigen Welle in den n├Ąchsten ein bis zwei Wochen entscheidend, sagte der Mediziner vom Bernhard-Nocht-Institut f├╝r Tropenmedizin der "Hamburger Morgenpost" (Freitagsausgabe). "Momentan gehe ich davon aus, dass wir in den n├Ąchsten ein bis zwei Monaten aber damit durch sind." Seiner Meinung nach m├╝sse dann diskutiert werden, wie es weitergehe und ob die Phase der Endemie erreicht sei. Chanasit geht davon aus, dass es nach Omikron keine weitere Coronavirus-Variante geben wird, die schlimmere Auswirkungen als die bisherigen haben k├Ânnte. "Das ist sehr unwahrscheinlich."

F├╝r eine Impfpflicht ist es Chanasit zufolge mit Blick auf die Omikron-Welle bereits zu sp├Ąt, sagte er weiter. "Das h├Ątte man schon vor einem Jahr diskutieren m├╝ssen." Er w├╝nsche sich als Arzt nat├╝rlich, dass sich viele Menschen nach Stiko-Empfehlung impfen lassen.

Schmidt-Chanasit ist ├╝berzeugt davon, dass die Menschen eine Mitschuld an der Entstehung des Coronavirus tragen, wie er dem Radiosender Hamburg Zwei im Rahmen der Interviewreihe "F├╝nf Minuten Klartext" (Freitag, 19.03 Uhr) sagte. Durch zerst├Ârte ├ľkosysteme r├╝ckten Wildtiere n├Ąher an die Menschen heran und auch der Klimawandel habe einen Einfluss: "Die Temperatur ist ein ganz entscheidender Treiber auch f├╝r Epidemien."

Das sei gerade bei den von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier ├╝bertragbaren Infektionskrankheiten zu sehen. "Wir m├╝ssen uns als Lehre aus dieser Pandemie ├╝berlegen, wie wir in Zukunft mit der Natur, mit der Umwelt umgehen wollen, um diese Ereignisse m├Âglichst gering zu halten. Weil wenn wir dagegen nichts tun, werden sie zunehmen."

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