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Rolling-Stones-Konzert war laut Zeuge "guter Deal" f├╝r die Stadt

Von dpa
Aktualisiert am 21.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Zuschauer am Stadtparksee verfolgen das Rolling Stones Konzert im Stadtpark 09 09 2017 Hamburg
Konzertb├╝hne der Rolling Stones im Stadtpark 2017: F├╝r diesen Auftritt bekam der Bezirksamstleiter Freikarten. (Quelle: Lars Berg/imago-images-bilder)
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N├Ąchster Akt im Prozess um ein Rolling-Stones-Konzert in Stuttgart. Vor Gericht gab ein Konzertveranstalter Einblick in die Welt der Freikarten bei Gro├čveranstaltungen.

Die Vergabe von Freikarten im Rahmen des Rolling-Stones-Konzerts 2017 sei absolut ├╝blich, meint ein unbeteiligter Konzertveranstalter, der am Donnerstag als Zeuge in dem Prozess zur Ticketaff├Ąre ausgesagt hat.

Karsten Jahnkes Agentur richtet nach eigenen Angaben seit 40 Jahren Open-Air-Konzerte auf der Stadtpark-B├╝hne aus. Die Rolling Stones hatten am 9. September 2017 auf der gro├čen Wiese des Parks gespielt. "Es gibt nicht ein Konzert in Deutschland, wo Sie nicht Dienstkarten geben, das ist absoluter Usus", sagte Jahnke am Freitag als Zeuge vor dem Landgericht. Bei rund 80.000 Besuchern h├Ątte er die Auflage, 100 Freikarten zur Verf├╝gung zu stellen, auch akzeptiert.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Chef des Hamburger Bezirksamts Nord, Harald R├Âsler (71/SPD), Bestechlichkeit und Untreue vor. R├Âsler soll bei Verhandlungen ├╝ber die Genehmigung des Konzerts vom Veranstalter 300 Kauf- und 100 Freikarten verlangt haben.

Im Gegenzug soll er dem Veranstalter FKP Scorpio bei den Geb├╝hren f├╝r die Nutzung der Gr├╝nfl├Ąche im Stadtpark entgegengekommen sein. Mitangeklagt sind der damalige stellvertretende Bezirksamtsleiter und zwei Verantwortliche von FKP Scorpio.

Konzert im Hamburger Stadtpark: H├Ątte die Stadt h├Âhere Geb├╝hren verlangen m├╝ssen?

Der Anklage zufolge h├Ątte das Bezirksamt vom Veranstalter mehr als 600.000 Euro an Geb├╝hren f├╝r die Nutzung der Stadtparkwiese verlangen m├╝ssen. Tats├Ąchlich seien aber nur rund 200.000 Euro in einem Nutzungsvertrag vereinbart worden. Der Stadt Hamburg sei ein Schaden von ├╝ber 400.000 Euro entstanden.

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Jahnke berichtete, er sei knapp ein Jahr vor dem Konzert von dem Bezirksamtsleiter angerufen worden. R├Âsler habe wissen wollen, wie hoch eine akzeptable Summe f├╝r die Nutzung der Stadtparkwiese sein k├Ânne. Nach einer Beratung mit Kollegen habe er gesagt: allerh├Âchstens 200.000 bis 250.000 Euro.

F├╝r ein Konzert auf einer solchen Wiese m├╝sse der Veranstalter n├Ąmlich noch mehrere Hunderttausend Euro zus├Ątzlich f├╝r die Infrastruktur - von B├╝hne bis zum Stromanschluss - investieren. Au├čerdem m├╝sse er f├╝r s├Ąmtliche Sch├Ąden an der Gr├╝nfl├Ąche aufkommen. Der Vertrag, den R├Âsler dann ausgehandelt habe, sei ein "extrem guter Deal" f├╝r die Stadt gewesen.

Gro├čveranstaltungen: Kostspielig und nicht immer lukrativ

Er selbst sei "ein gebranntes Kind", sagte der 84-j├Ąhrige Zeuge. Er habe 1989 ein Konzert mit David Bowie im Stadtpark veranstaltet. "Das war einer der gr├Â├čten Flops, die ich je veranstaltet habe." Er habe sehr viel Geld dabei verloren.

Auch ein Konzert der Rolling Stones habe er schon im Hamburger Volksparkstadion organisiert. Damals habe er 10.000 Eintrittskarten verschenken m├╝ssen, "damit das Konzert etwas netter aussieht". Die Band war 2007 in dem Stadion aufgetreten.

Ein Veranstalter m├╝sse so kalkulieren, dass er etwa f├╝nf Prozent der Ticketeinnahmen bekomme. Den gr├Â├čten Anteil verlangten die Musiker. "Der Band geht's immer nur darum: Wo kriegen wir am meisten Geld", sagte Jahnke. "Und die Stones waren schon immer eine der teuersten Bands der Erde." Die Stadt sei 2017 stolz gewesen, dass die Rolling Stones in Hamburg spielten.

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Das Gericht erw├Ągt nach Angaben eines Sprechers, das Strafverfahren gegen die beiden Verantwortlichen von FKP Scorpio wegen Bestechung einzustellen, und zwar gegen eine Geldauflage von jeweils 30.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft habe dem aber noch nicht zugestimmt. Das Urteil gegen R├Âsler und seinen Stellvertreter soll Mitte Februar verk├╝ndet werden.

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