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Entwarnung: Gasleck mit Explosionsgefahr

Von dpa
22.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Gasalarm in Hamburg
Gasnetzbetreiber und Feuerwehr sichern und ĂŒberprĂŒfen das GelĂ€nde in Neuallermöhe nach einem Gasalarm. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa/dpa-bilder)
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Weil ein Bagger in einem Wassergraben bei AufrĂ€umarbeiten eine Gasleitung getroffen hat, ist es am Samstag in Hamburg zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gekommen. Aufgrund des sprudelnden Lecks sind nicht nur die Autobahn 25 im Bereich Neuallermöhe, sondern auch die Zugstrecke in der Region fĂŒr mehrere Stunden gesperrt worden, wie Sprecher von Polizei und Bahn am Samstag sagten. Zudem wurden Anwohner ĂŒber eine amtliche Warnung der Feuerwehr gebeten, ihre HĂ€user vorsichtshalber zu verlassen beziehungsweise Fenster und TĂŒren geschlossen zu halten. Die Gaswolke hatte sich weit ausgebreitet, der Gasgeruch war an vielen Orten wahrnehmbar.

Der Bagger, der eigentlich den Wassergraben von Ästen und Baumwurzeln befreien sollte, hatte Samstagmittag plötzlich auch die quer durch den Graben verlaufende, 30 Zentimeter dicke Gasleitung mit herausgerissen. Die unmittelbar daneben liegende grĂ¶ĂŸere Gasleitung blieb unversehrt. WĂ€re die auch getroffen worden, hĂ€tte der Einsatz einem Polizeisprecher zufolge auch bis zu zehn Stunden dauern können. So aber - und weil die Mitarbeiter des Energieversorgers Gasnetz Hamburg die Leitung zum Leck schnell schließen konnten - war der Einsatz nach gut drei Stunden beendet.

Zwischenzeitlich wurden die ZĂŒge zwischen Berlin und Hamburg umgeleitet und FahrgĂ€ste mussten VerspĂ€tungen von rund 30 Minuten einplanen und auch auf der Autobahn 25 brauchten die Autofahrer Geduld.

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Feuerwehr und Polizei waren mit vielen RettungskrĂ€ften im Einsatz. Allein die Polizei hatte eigenen Angaben zufolge rund 150 Beamte nach Neuallermöhe geschickt. Die EinsatzkrĂ€fte waren zunĂ€chst von einer akuten Explosionsgefahr ausgegangen und hatten um das Gasleck herum ein Sperrgebiet in einem Radius von 1000 Metern eingerichtet. Im schlimmsten Fall hĂ€tten rund 7500 Menschen untergebracht werden mĂŒssen, sagte ein Polizeisprecher weiter. Die nĂ€chsten HĂ€user standen einige Hundert Meter von dem Gasleck entfernt.

Hamburgs BĂŒrgermeister Peter Tschentscher (SPD) lobte am Samstag auf Twitter die Arbeit in Neuallermöhe. "Guter Job der EinsatzkrĂ€fte und von Gasnetz Hamburg. Vielen Dank fĂŒr das schnelle Eingreifen und viel Erfolg bei der Reparatur der Leitung!", schrieb der Politiker in einem Tweet.

Dem Energieversorger Gasnetz Hamburg zufolge ist ein Schaden dieser Art gerade im lĂ€ndlichen Bereich ohne Wohnbebauung eher selten. InnerstĂ€dtisch sei das dagegen hĂ€ufiger der Fall, sagte ein Unternehmenssprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Da gebe es Jahre mit dreistelligen Fallzahlen. "Das lĂ€sst sich vermeiden, wenn die Baufirmen vorher ins Geodaten-Informationssystem schauen". In dieser öffentlich zugĂ€nglichen Landkarte sind unter anderem Gas- und Wasserleitungen eingezeichnet. Erdgas ist eigentlich geruchlos, aus SicherheitsgrĂŒnden wird es aber mit einem riechenden Mittel versetzt, damit es im Fall eines Lecks wahrgenommen werden kann.

Trotz des Gaslecks habe es keine Versorgungsunterbrechungen fĂŒr das Wohngebiet gegeben, da es ĂŒber eine tiefer liegende Leitung versorgt wird, so der Sprecher weiter. Die abgerissene Leitung soll nun wahrscheinlich zu Wochenbeginn repariert werden. Dann werden kleine SpundwĂ€nde in den Graben eingebaut, um den Schaden beheben zu können. "So lange der Gasaustritt gestoppt ist, geht von dem Leck keinerlei Gefahr mehr aus."

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