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Petition soll Deponie für Bauabfälle im Ith verhindern

Hannover  

Petition soll Deponie für Bauabfälle im Ith verhindern

24.08.2019, 04:01 Uhr | dpa

Petition soll Deponie für Bauabfälle im Ith verhindern. Geplante Bauschuttdeponie im Steinbruch Ith

Der Steinbruch Ith bei Bisperode. Foto: Ole Spata (Quelle: dpa)

Aus Protest gegen eine im Mittelgebirgszug Ith geplante Deponie für Bauabfälle hat eine Bürgerinitiative eine Petition beim Landtag in Hannover eingereicht. Online waren rund 9000 Unterschriften zusammengekommen, davon etwa 8000 aus Niedersachsen, wie die Initiatorin Britta Kellermann am Samstag sagte. Etwa 40 Unterstützer seien am Tag der Offenen Tür im Landtag dabei gewesen, aus formalen Gründen sei das Anliegen aber als Einzelpetition eingereicht worden. Ein Banner durfte die Bürgerinitiative nicht entrollen, da keine Kundgebung angemeldet war. Kellermann war dennoch zufrieden: "Ich denke, dass wir unser Anliegen gut vertreten haben."

Die Unterzeichner fordern vom Land und dem Gewerbeaufsichtsamt in Hannover, keine Ausnahmegenehmigung für den im Mittelgebirgszug Weserbergland liegenden Betrieb zu erteilen. Außerdem wollen sie den Steinbruch Bisperode/Ith in das umliegende europäische Schutzgebiet Flora-Fauna-Habitat Ith aufnehmen lassen. "Das Verzeichnis der vorgesehenen Abfälle geht über reinen Bauschutt weit hinaus", kritisierte Initiatorin Kellermann, die auch Kreisvorsitzende der Grünen ist. "Wir wollen erreichen, dass sich die Landespolitik intensiv mit der Thematik auseinandersetzt und ihre Möglichkeiten der Kontrolle über das Gewerbeaufsichtsamt nutzt."

Der Steinbruch solle mit leicht bis mäßig belasteten Bauabfällen verfüllt werden. Darunter fällt nach Angaben der Gegner des Projektes auch sogenannter freigemessener Bauschutt aus Atomkraftwerken wie Grohnde, der nicht überwacht werden muss. Die Kritiker des Vorhabens befürchten, dass Schadstoffe austreten könnten. Der Betreiber hat dagegen versichert, dass die Deponie ausreichend abgedichtet werden soll. Eine Gefährdung des Grundwassers könne ausgeschlossen werden.

Oberflächenwasser müsste bei einer Inbetriebnahme der Deponie abgeleitet werden, monieren die Gegner weiter. Dieses würde dann bei der Neubildung von Grundwasser in dem Gebiet fehlen. "Vor dem Hintergrund des Klimawandels, des stetig zunehmenden Artensterbens und der wachsenden Belastung unseres Trinkwassers durch Nitrate sollte der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen in der Genehmigungspraxis einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen", heißt es in der Petition.

Obwohl der Gesteinsabbruch als "schlimme Wunde" in der Landschaft wahrgenommen werde, könne sich das Gebiet zu einer ökologisch wertvollen Nische für viele Tier- und Pflanzenarten entwickeln, etwa für Kröten. Auch die Lärmbelästigung durch Lastwagenverkehr führen die Gegner des Projektes ins Feld.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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