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Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin warnt vor E-Zigaretten

Hannover  

Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin warnt vor E-Zigaretten

25.08.2019, 09:19 Uhr | dpa

Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin warnt vor E-Zigaretten. E-Zigaretten

Ein Mann raucht eine elektrische Zigarette (E-Zigarette). Foto: Friso Gentsch/Archivbild (Quelle: dpa)

Angesichts gesundheitlicher Risiken von E-Zigaretten hat Niedersachsens Ärztekammer-Präsidentin Martina Wenker ein Werbeverbot für die Verdampfer gefordert. Ihr Dampf sei zwar nicht durch die besonders schädlichen Verbrennungsprodukte herkömmlicher Zigaretten belastet, sagte die Lungenfachärztin der Deutschen Presse-Agentur. "Die Aerosole aus den Tausenden erhältlichen Liquiden können aber schädliche Substanzen enthalten, deren toxikologische Werte im Falle einer Inhalation niemand kennt."

Die Liquids sind Flüssigkeiten mit Aromen wie Melone oder Walderdbeere, deren Inhaltsstoffe in der Regel nicht ausgewiesen werden. Es sei daher irreführend, die E-Zigaretten als weniger schädlich zu bewerben - vor allem in Hinblick auf Jugendliche und junge Erwachsene, betonte Wenker. Es gibt Liquids mit und ohne Nikotin. Die Ärztekammerchefin, die in einer Hildesheimer Lungenklinik arbeitet, wies zudem darauf hin, dass es noch keine aussagefähigen Langzeitstudien zu den Auswirkungen des Nikotins aus E-Zigaretten gebe. Sie kritisierte: "Vor allem Jugendlichen wird weis gemacht, das sei eine gesündere Alternative zum Rauchen."

E-Zigaretten oder E-Shishas dürfen seit 2016 nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden, Minderjährige dürfen auch nicht öffentlich verdampfen. Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hatte bereits in der Vergangenheit vor den gerade bei jungen Leuten beliebten Verdampfern gewarnt. Allerdings gibt es noch Plakatwerbung oder auch Internet-Werbung über soziale Medien.

Am Mittwoch hatte die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC berichtet, dass die Zahl der in den Vereinigten Staaten gemeldeten Fälle schwerer Lungenprobleme von Konsumenten von E-Zigaretten steigt. Demnach gab es von Ende Juni bis zum 20. August 153 Verdachtsfälle in 16 Bundesstaaten. Bislang habe man kein bestimmtes Produkt ausfindig machen können, das mit allen Erkrankungen in Verbindung stehe, teilte die Behörde mit.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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