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Niedersachsen will Zentrum für Wasserstofftechnologie werden

Hannover  

Niedersachsen will Zentrum für Wasserstofftechnologie werden

17.09.2019, 15:54 Uhr | dpa

Niedersachsen will Zentrum für Wasserstofftechnologie werden. Olaf Lies (SPD)

Olaf Lies (SPD), Umweltminister von Niedersachsen. Foto: Sina Schuldt/Archivbild (Quelle: dpa)

Niedersachsen will die großflächige Nutzung der bislang noch in der Erprobung befindlichen Wasserstofftechnologie auf Basis erneuerbarer Energien vorantreiben. "Wir müssen diesen grünen Wasserstoff als Schlüsselindustrie in Niedersachsen entwickeln", sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Dienstag in Hannover.

Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) forderte er vom Bund ein Konzept zum Aufbau einer bundesweiten klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft. "Wir brauchen die industrielle Anwendung von Wasserstoff", sagte Althusmann. Außer in der Schwerindustrie sei die Technik zum Antrieb von Lastwagen und Bussen interessant. Über die niedersächsische Initiative soll nun der Bundesrat beraten.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Niedersachsen sich auf Bundesebene für die Technologie stark gemacht und arbeitet parallel zudem mit den anderen vier Küstenländern an einer norddeutschen Wasserstoffstrategie. Die Länder wollen Windenergie zur Wasserstofferzeugung nutzen.

Wasserstoff ist keine Energiequelle wie Erdöl, Wind oder Sonnenenergie, sondern ein Energiespeicher. Um "grünen" - also umweltfreundlichen - Wasserstoff zu erzeugen, werden für diesen Prozess regenerative Energien wie Solar­ oder Windenergie verwendet. Der Ökostrom wird für die Wasserelektrolyse genutzt. Mit dem Wasserstoff als Energiespeicher sollen auch Schwankungen der Stromgewinnung aus Solar- oder Windenergie ausglichen werden.

In Niedersachsen werden bereits wasserstoffbetriebene Züge getestet. Anfang vergangener Woche wählte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) außerdem den Kreis Schaumburg als eine von bundesweit neun Regionen aus, in denen die Wasserstoffproduktion mit Strom aus erneuerbaren Energien vorangetrieben werden soll. Nach Einschätzung von Landrat Jörg Farr (SPD) könnte die Zukunftstechnologie der Wasserstofftechnik für die ländlich und mittelständisch geprägte Region zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standbein werden.

Der Kreis Schaumburg prüft nach Angaben von Landrat Farr eine Strom- und Wärmeversorgung größerer Gebäudekomplexe mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff. Dafür kämen kommunale und gewerbliche Einrichtungen ebenso in Betracht wie größere Mehrfamilienhäuser. Zusätzlich wird über die Erprobung der Wasserstofftechnik für Lastwagen nachgedacht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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