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Innenminister wollen gegen Rechtsrock vorgehen

Hannover  

Innenminister wollen gegen Rechtsrock vorgehen

18.09.2019, 05:37 Uhr | dpa

Innenminister wollen gegen Rechtsrock vorgehen. Boris Pistorius (SPD)

Boris Pistorius (SPD), Innenminister von Niedersachsen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archivbild (Quelle: dpa)

Vor dem Treffen der Innenminister der SPD-geführten Länder am Mittwoch hat Niedersachsens Ressortchef Boris Pistorius ein Durchgreifen gegen rechte Rockkonzerte angekündigt. "Wir beschäftigen uns in Gotha damit, wie man Rechtsrockkonzerte oder rechte Kampfsportveranstaltungen wirksam verbieten kann", sagte Pistorius der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

"Die Bilder einiger dieser Konzerte, auch in Thüringen in diesem Jahr, waren abstoßend. Das hat nichts mit Kultur zu tun, das sind ganz klar rechtsextremistische Veranstaltungen, die ausschließlich die gewaltorientierte rechte Szene befeuern sollen", betonte Pistorius. "Hier muss der Rechtsstaat alles dafür tun, was möglich ist, um das zu unterbinden. Das gilt genau so für entsprechende Kampfsportveranstaltungen." Der Kampf gegen rechtsextreme Strukturen ist eines der Themen des Treffens der SPD-Innenminister.

Vor der Landtagswahl in Thüringen am 27. Oktober warnte Pistorius vor einem Erstarken des Rechtsextremismus. "Eine Partei wie die AfD hat mit Björn Höcke in Thüringen einen Spitzenkandidaten, der gerade wieder einmal gezeigt hat, was er von freier Presse als einem wesentlichen Grundpfeiler unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung hält", sagte der SPD-Politiker mit Blick auf das von Höcke abgebrochene ZDF-Interview.

"Jeder, der diese Rechten in politische Verantwortung wählen will, muss das wissen, trägt Verantwortung und kann sich nicht etwa darauf zurückziehen, diese Partei nur "aus Protest" zu wählen", warnte der Minister. "Dieser Staat bleibt wachsam, sei es durch die Arbeit der Presse, der Sicherheitsbehörden oder die Aufmerksamkeit und Zivilcourage der breiten Mehrheit unserer Gesellschaft."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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