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"Beste Zeit für Grippe-Impfung": Experten raten zu Vorsorge

Hannover  

"Beste Zeit für Grippe-Impfung": Experten raten zu Vorsorge

15.10.2019, 12:43 Uhr | dpa

"Beste Zeit für Grippe-Impfung": Experten raten zu Vorsorge. Grippeschutzimpfung Niedersachsen

Carola Reimann (SPD), Niedersachsens Gesundheitsministerin, lässt sich gegen die Grippe (Influenza) impfen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa (Quelle: dpa)

Nach starken Grippewellen in den vergangenen Jahren wirbt Gesundheitsministerin Carola Reimann einige Wochen im Voraus für Impfungen gegen Influenza. "Wir sind im Oktober. Das ist die beste Zeit, um die Grippeschutzimpfung anzugehen", so die SPD-Politikerin, die sich am Dienstag in Hannover mit der Nadel stechen und immunisieren ließ.

Die Impfung ist laut Experten frühzeitig nötig, weil es rund 14 Tage dauert, bis sich der Schutz vollständig aufbaut. Grippewellen sind nach Angaben des Landesgesundheitsamtes in der Regel im Dezember oder - wie in den vergangenen Jahren - im Januar zu erwarten. Der Schutz halte rund sechs Monate, fügte der Leiter der Behörde, Matthias Pulz, hinzu. Da die Grippesaison häufig bis in den April hinein dauere, liege der beste Zeitpunkt fürs Impfen im Oktober oder auch November.

Im vergangenen Jahr war es in Niedersachsen zu Lieferengpässen gekommen. Damit das nicht wieder passiere, sei umorganisiert worden, erklärte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), Detlef Haffke. Demnach haben alle impfenden Arztpraxen eine individuelle Empfehlung über ihren voraussichtlichen Bedarf erhalten. So soll verhindert werden, dass einige Praxen im Voraus sehr viel bestellten und sich bei anderen die Lieferungen verzögerten. Ein Teil werde auch zurückgehalten, um bei Engpässen gegensteuern zu können.

"Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, dass die Influenza eine sehr ernstzunehmende Krankheit ist", so der Leiter der Landesgesundheitsamtes. Sie sei nicht vergleichbar mit einer Erkältungskrankheit. In der vorletzten Grippesaison, der schwersten seit 30 Jahren, habe es Schätzungen zufolge bundesweit 25 000 Todesfälle gegeben - Influenzaerkrankungen führten häufig nicht unmittelbar, sondern mit vorher bestehenden Grunderkrankungen zum Tode.

Impfungen, auch mit dem aktuell als Standard gesetzten Vierfach-Impfstoff, können Influenza allerdings nicht immer verhindern: "Die Viren, gegen die es zu schützen gilt, ändern sich von Jahr zu Jahr", so Pulz. "Wir laufen letztlich immer so ein Jahr hinterher", denn der Impfstoff richte sich nach den Viren, die im Vorjahr dominiert haben. Aber: Wenn ein geimpfter Mensch die Grippe bekomme, verlaufe die Krankheit harmloser.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeimpfung ab einem Alter von 60 Jahren, Bewohnern von Alten- oder Pflegeheimen und Menschen mit chronischen Krankheiten. Eine Empfehlung gibt es auch für Schwangere und medizinisches Personal. "Ein Problem ist, dass die Impfung schlecht in Anspruch genommen wird", erklärte Pulz. Bei den über 60-Jährigen sind es 35 Prozent.

Wie stark die Grippewelle ausfällt, ist nicht vorherzusagen. Seit Anfang Oktober sind dem Landesgesundheitsamt vier laborbestätigte Influenzafälle übermittelt worden. Aktuelle Erkältungskrankheiten sind also überwiegend auf andere Viren zurückzuführen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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