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Niedersachsen auf mögliche IS-Rückkehrer vorbereitet

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Niedersachsen auf mögliche IS-Rückkehrer vorbereitet

13.11.2019, 13:06 Uhr | dpa

Die islamistische Szene in Niedersachsen zieht sich nach Erkenntnis des Innenministeriums zunehmend in Hinterzimmer und in das Internet zurück. Anlaufstellen wie Moscheen oder Prediger verlieren an Bedeutung, wie Innenstaatssekretär Stephan Manke am Mittwoch in Hannover sagte. Der Druck der Sicherheitsbehörden habe den Zulauf zu islamistischen Netzwerken gebremst. In den vergangenen Monaten stieg die Zahl der Salafisten nach Angaben des Verfassungsschutzes auf 900, zuvor lag sie bei 880.

Zu einer Herausforderung für die Behörden werde die nachwachsende Generation von Islamisten. Dabei handele es sich um die Kinder schon vor Jahren zum Salafismus gestoßener junger Leute, sagte Manke bei der Jahrestagung der Kompetenzstelle Islamismusprävention Niedersachsen. Einzelne Kinder und Jugendliche würden inzwischen in Kindergärten und Schulen auffällig. Um diese kümmert sich die Kompetenzstelle, in der die Sicherheitsbehörden mit Jugendämtern, Pädagogen und Beratungsstellen zusammenarbeiten. Außerdem kümmert sie sich um Rückkehrer aus den IS-Gebieten. 39 Erwachsene und 18 Minderjährige sind bereits von dort nach Niedersachsen zurückgekehrt.

Zurzeit sind die Sicherheitsbehörden auch auf die mögliche Rückkehr von IS-Rückkehrern vorbereitet, die die Türkei nach Deutschland abschieben will. Darunter befindet sich eine Familie, die zuletzt dem salafistischen Milieu in Hildesheim zugerechnet wurde. Es sei noch völlig unklar, ob diese Familie tatsächlich zurück nach Niedersachsen kommen werde, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover. Die Familie habe hier keinerlei Wohnsitz mehr. "Wir gehen davon, dass sich die Bundesbehörden um diese Personen kümmern", sagte der Ministeriumssprecher.

Aus dem Landeskriminalamt hieß es, die niedersächsischen Sicherheitsbehörden seien derzeit mit möglichen Maßnahmen für den Fall befasst, dass IS-Rückkehrer nach Niedersachsen kommen sollten. Bei der Einreise nach Deutschland sei zunächst die Bundespolizei zuständig. Die Landespolizei werde dann im Einzelfall betrachten, welche Maßnahmen in puncto Gefahrenabwehr, Strafverfolgung oder Prävention nötig seien.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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