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Bisher keine Hinweise auf Erkrankungen nach Listerienfund

Hannover  

Bisher keine Hinweise auf Erkrankungen nach Listerienfund

14.11.2019, 05:59 Uhr | dpa

Bisher keine Hinweise auf Erkrankungen nach Listerienfund. Listerien

Elektronenmikroskopische Aufnahmen von Listerien (Listeria monocytogenes). Foto: Manfred Rohde/Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung/dpa (Quelle: dpa)

Nach dem Fund von Listerien in Frikadellen der Firma Fleisch-Krone aus dem Oldenburger Münsterland gibt es keine Hinweise auf Listeriose-Erkrankungen in Niedersachsen. Es seien keine Fälle der Infektionskrankheit bekannt, "bei denen eine genetische Verwandtschaft der Bakterienstämme auf einen Zusammenhang mit Produkten der (...) Firma hinweisen", teilte das Gesundheitsministerium in Hannover auf Anfrage mit.

Allerdings seien im laufenden Jahr schon 13 Menschen an Listeriose gestorben. In den vier Jahren zuvor lag die Zahl jeweils niedriger, 2017 und 2018 mit jeweils zehn Todesfällen. Die Zahl der Erkrankungen hingegen liegt im laufenden Jahr mit 57 etwa auf dem Niveau des Vorjahrs (2018: 52).

Die Listeriose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit. Sie verläuft bei gesunden Erwachsenen meist unauffällig oder nimmt einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen. Gefährlich ist sie für abwehrgeschwächte Menschen und Schwangere.

Im Fall der mit Listerien belasteten Fertigfrikadellen waren zwei Betriebe der Fleischfirma vorläufig stillgelegt worden - einer in Essen im Kreis Cloppenburg, der andere in Goldenstedt bei Vechta. Das Verbraucherschutzministerium und das Landesamt für Verbraucherschutz (Laves) prüfen zudem den Entzug der Betriebszulassung, weil die Zuverlässigkeit des Unternehmers infrage gestellt wird.

Weil die Zulassung ohnehin schon ruht, bestehe dabei aber keine Eile, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums. Die Prüfung laufe noch. Erkenntnisse über mögliche weitere belastete Produkte der Firma, die in den Handel gelangt sein könnten, gebe es derzeit nicht.

Aufgrund von Strafanzeigen des Laves und des Landkreises Vechta hatte die Staatsanwaltschaft Oldenburg Ermittlungen gegen zwei Verantwortliche bei dem Fleischwarenhersteller eingeleitet. Es geht um den Verdacht des Inverkehrbringens nicht sicherer Lebensmittel.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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