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Grüne wollen Tierchip-Lesegeräte für Polizei

Hannover  

Grüne wollen Tierchip-Lesegeräte für Polizei

19.11.2019, 11:06 Uhr | dpa

Die Grünen fordern für jede Polizeidienststelle in Niedersachsen ein Chiplesegerät, um schneller die Besitzer von entlaufenen Hunden und anderen Haustieren zu ermitteln. Auch alle Straßenmeistereien müssten mit solch einem Gerät ausgestattet werden, um im Verkehr getötete Tiere zu identifizieren, heißt es in dem Antrag, den die Grünen-Fraktion am Donnerstag ins Parlament einbringen will.

Hundebesitzer sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Vierbeiner im niedersächsischen Hunderegister zu melden. Seit sechs Jahren muss jedes Tier gechippt sein. Auch viele Katzenbesitzer lassen ihren Tieren inzwischen einen Chip einsetzen. In Hannover ist dies sogar Pflicht für Hauskatzen, die nicht ausschließlich in der Wohnung gehalten werden.

Bisher verfügen in der Regel Tierheime und niedergelassene Tierärzte über die Lesegeräte, die im Internet für 60 bis 70 Euro angeboten werden. Die Tierärztekammer Niedersachsen sieht die Forderung der Grünen kritisch. "Der Aufwand steht nicht in Relation zu dem, was man damit bezwecken möchte", sagte Geschäftsführer Holger Lorenz der Deutschen Presse-Agentur.

Die Halter seien gesetzlich dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ein Hund oder Pferd nicht ausreißt und Schaden anrichtet. Wenn dennoch zum Beispiel ein entlaufenes Tier bei einem Verkehrsunfall verletzt werde, werde ein Tierarzt gerufen, der dann den Tierhalter per Chipgerät ermittelt, erklärte Lorenz.

Die Grünen sind in der Opposition im Landtag, sie müssen sich Unterstützer aus anderen Parteien suchen. In ihrem Antrag heißt es, dass in der Regel tot gefundene Tiere von Behördenmitarbeitern oder Jagdpächtern verscharrt würden, dies werde dann oft nicht dokumentiert. "Die Ungewissheit über den Verbleib des geliebten Haustiers ist für viele Menschen schwer zu ertragen", meinen die Grünen.

Diese Fälle seien eher selten, wandte Lorenz ein. "Aus unserer Sicht besteht kein Bedarf für Lesegeräte bei der Polizei und Straßenmeistereien." Manche Behörden verfügen bereits über die Geräte zum Auslesen der Chips. Im Landkreis Oldenburg waren sie im vergangenen Jahr ein Geschenk eines Tierschutzvereins.

Auch der Landkreis Aurich besitzt zwei jeweils 50 Euro teure Chiplesegeräte für seine beiden Streckenkontrolleure. "Die Geräte wurden im März dieses Jahres angeschafft, weil es immer wieder Fragen aus der Bevölkerung gegeben hatte, ob von der Kreisstraßenmeisterei verschwundene oder tote Tiere gefunden wurden", sagte Behördensprecher Rainer Müller-Gummels. Bislang seien sie lediglich einige Male zum Einsatz gekommen. Als Fehlinvestition sieht er die Geräte aber nicht. "Es gab durchaus Rückmeldungen. Die Tierbesitzer haben sich für die Information bedankt."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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