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Politik will Tempo bei Wohnungsbau

Hannover  

Politik will Tempo bei Wohnungsbau

21.11.2019, 14:18 Uhr | dpa

Politik will Tempo bei Wohnungsbau. Kräne stehen auf einer Baustelle

Kräne stehen auf einer Baustelle für mehrstöckike Wohnhäuser. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Alle Parteien im Landtag wollen Tempo machen beim Bau neuer Wohnungen - ob dabei eine neue Landeswohnungsbaugesellschaft helfen kann, ist aber strittig. Angesichts des Wohnungsmangels gerade in Ballungsgebieten haben die Grünen am Donnerstag im Landtag eine solche Gesellschaft gefordert, insbesondere um für einkommensschwache Haushalte neue Wohnungen zu bauen und bestehende Gebäude zu sanieren. Streitfrage ist, ob eine Landesgesellschaft die Anstrengungen privater Baufirmen und kommunaler Wohnungsbaugesellschaften zum Bau weiterer Wohnungen wirklich sinnvoll unterstützen kann.

"Wir brauchen eine gute Förderung des sozialen Wohnungsbaus, aber müssen auch selber handeln", sagte der Grünen-Abgeordnete Christian Meyer. Denn die Zahl der Sozialwohnungen sei zuletzt sogar gesunken. 40 000 Sozialwohnungen sollen nach dem Willen des Landes bis 2030 neu gebaut werden. "Wir werden es sonst nicht schaffen, wenn wir selbst nicht bauen", so Meyer. "Wie in Bayern und Hessen wollen wir daher auch in Niedersachsen durch eine eigene Landeswohnungsbaugesellschaft in Kooperation mit den Kommunen mehr erschwinglichen Wohnraum schaffen." Im Juni bereits hatte die AfD den Start einer Landesgesellschaft verlangt, zuvor auch die Landesarmutskonferenz.

Der SPD-Abgeordnete Dirk Adomat warf die Frage auf, ob eine neue Landesgesellschaft nötig sei. Möglicherweise könne auch die bereits bestehende Niedersächsische Landgesellschaft (NLG), die als gemeinnütziges Siedlungsunternehmen arbeitet, Bauvorhaben schneller voranbringen - eine Idee, die auch Bauminister Olaf Lies (SPD) aufgriff und betonte, dass die NLG beispielsweise für kommunale Partner Wohnungen erstellen könne. Dies sei in der Vergangenheit bereits passiert. Nun erst eine Landeswohnungsbaugesellschaft zu gründen, helfe nicht bei dem Ziel, möglichst schnell mehr Wohnungen zu bauen.

Alleine praktische Gründe machten den Start einer Landesgesellschaft schwierig, sagte der CDU-Parlamentarier Martin Bäumer. Personal im Bausektor sei Mangelware, die Gesellschaft benötige Kapital, das die Landesregierung bereitstellen müsse, und zu guter Letzt seien auch Grundstücke nötig, um tatsächlich mit dem Bauen zu beginnen. Im Endergebnis seien öffentliche Baugesellschaften für Mieter auch nicht automatisch günstiger als Privatunternehmen. Die FDP-Abgeordnete Susanne Schütz verwies auf die Kompetenz der Kommunen, die vor Ort besser Lösungen für den Wohnungsmarkt entwickeln könnten als eine zentrale Gesellschaft mit Sitz in Hannover.

In Niedersachsen fehlen nach Angaben der Landesarmutskonferenz (LAK) rund 110 000 bezahlbare Wohnungen. Laut Wohnungsmarktbericht werden bis zum Jahr 2040 knapp 240 000 neue Wohnungen benötigt, vor allem in den Ballungsgebieten. Das Land stellt mit den Finanzhilfen des Bundes zusammen bis 2023 insgesamt 1,7 Milliarden Euro für den geförderten Wohnungsbau bereit.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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