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Afrikanische Schweinepest bereitet Sorgen: Hundeeinsatz

Hannover  

Afrikanische Schweinepest bereitet Sorgen: Hundeeinsatz

06.12.2019, 05:38 Uhr | dpa

Afrikanische Schweinepest bereitet Sorgen: Hundeeinsatz. Wildschweinkadaver-Suchhunde

Ein Suchhund hat ein Stück Wildschwein gefunden, das zum Training im Wald ausgelegt wurde. Foto: Oliver Dietze/dpa (Quelle: dpa)

Als Vorbereitung auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest plant das Land Niedersachsen die Ausbildung von Wildschweinkadaver-Suchhunden. Wie eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums der Deutschen Presse-Agentur sagte, gibt es erste Gespräche mit Vertretern unterschiedlicher Verbände. "Vorgesehen ist - aufbauend auf den Erfahrungen zur Ausbildung und Prüfung im Saarland -, ebenfalls in eine Ausbildung einzusteigen."

Im Saarland gibt es seit kurzem speziell ausgebildete und geprüfte Wildschweinkadaver-Suchhunde. Diese sollen im Ernstfall tote Wildschweine aufspüren, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Kadaver müssen schnellstmöglich gefunden und entfernt werden, weil die Erreger selbst während des Verwesungsprozesses noch lange ansteckend sind.

Wann und von wem die ersten Hunde in Niedersachsen ausgebildet werden, ist noch unklar. "Ein möglicher Verein wäre neben dem Jagdgebrauchshundeverband der Bundesverband der Rettungshunde", sagte die Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums, Natascha Manski. Ziel sei, die Ausbildung so bald wie möglich anzubieten.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in vielen Regionen Osteuropas verbreitet, Mitte November wurde das Virus in Westpolen nachgewiesen - rund 85 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Der Erreger ist für Wild- und Hausschweine in der Regel tödlich, für Menschen ist er ungefährlich. Ein Ausbruch der Seuche in Deutschland hätte massive wirtschaftliche Folgen für Schweinehalter. Ab dem ersten Nachweis bei einem Wild- oder Hausschwein sei der Export in Länder außerhalb der EU nicht mehr möglich, hatte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken, gesagt.

Für das Bundesland Niedersachsen, in dem deutschlandweit die meisten Schweine gehalten werden, wären die Konsequenzen dramatisch. "Wir sind in höchster Alarmbereitschaft", sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) Ende November. Sie rief alle zuständigen Behörden in den Landkreisen und die schweinehaltenden Betriebe dazu auf, Präventionsmaßnahmen peinlich genau einzuhalten.

Niedersachsen versucht mit verschiedenen Maßnahmen, eine Einschleppung der Schweinepest zu verhindern und im Fall eines Ausbruchs bestmöglich vorbereitet zu sein. Schweinehalter, Jäger, Viehhändler und Transportunternehmen werden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums etwa mit Merkblättern und Veranstaltungen informiert. Zudem gibt es landes- und bundesweite Übungen, um die Abläufe bei einem Seuchenfall zu trainieren. Erlegte Wildschweine werden stichprobenartig auf ASP untersucht. Das Land stellt für die ASP-Prävention rund zwei Millionen Euro pro Jahr und für die Bekämpfung ebenfalls rund zwei Millionen Euro bereit.

An den Kosten der Ausbildung von Wildschweinkadaver-Suchhunden wird sich das Land beteiligen, wie Ministeriumssprecherin Manski sagte. Die Suche mit Hunden sei aber nur ein Baustein von vielen. "Die Leistung für eine konzentrierte systematische Suche mit einem Hund an der Leine beträgt maximal sieben Hektar pro Tag", sagte die Sprecherin. "Bei dieser Leistung kann die Suche nicht ganzflächig erfolgen, da der Zeitaufwand bei einer maximalen Einsatzzeit eines Hundes von jeweils zwei Stunden vormittags und nachmittags immens ist."

Einsatzschwerpunkte könnten etwa dicht bewachsene Waldgebiete sein. Der Sprecherin zufolge gehen die Behörden bundesweit von einem Bedarf von rund 40 bis 50 Hunden für die Fallwildsuche aus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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