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Niedersachsen wächst und gedeiht: Schattenseiten bleiben

Hannover  

Niedersachsen wächst und gedeiht: Schattenseiten bleiben

06.12.2019, 12:35 Uhr | dpa

Niedersachsen wächst und gedeiht: Schattenseiten bleiben. Überalterung der Bevölkerung

Zuzug aus dem Ausland kann die Überalterung in Niedersachsen nicht stoppen. Foto: Jens Büttner/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt in Niedersachsen befinden sich weiter im Aufwärtstrend und die Bevölkerung wächst. Zugleich ist das Einkommen der Bevölkerung 2018 gestiegen und die Armutsgefährdungsquote gesunken, wie aus dem am Freitag vorgestellten Niedersachsen-Monitor des Landesamtes für Statistik hervorgeht. Zugleich steigt der Anteil älterer Menschen und die Zahl der Pflegebedürftigen weiter an und jeder fünfte junge Mensch in Niedersachsen ist von Armut bedroht.

WIRTSCHAFT UND ARBEITSMARKT: Die Wirtschaft in Niedersachsen wuchs 2018 gemessen am Bruttoinlandsprodukt um 1,1 Prozent und damit schwächer als im Bundestrend, der bei 1,4 Prozent lag. Im ersten Halbjahr 2019 legte das Bruttoinlandsprodukt wie auch bundesweit um 0,4 Prozent zu. Die Beschäftigtenzahl stieg 2018 um 2,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,3 Prozent und bis zur Jahresmitte 2019 auf 4,9 Prozent.

ARMUTSGEFÄHRDUNG/HARTZ IV: Die Armutsgefährdungsquote lag 2018 bei 15,0 Prozent und damit 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Das war die niedrigste Armutsgefährdungsquote in Niedersachsen seit 2011. 2018 galten rund 1,17 Millionen Menschen als armutsgefährdet. Die Zahl der Hartz IV-Empfänger ging 2018 erstmals seit 2014 wieder zurück, und zwar um 4,5 Prozent auf rund 580 400 Personen.

VERDIENSTE: Die Bruttojahresverdienste der Beschäftigten nahmen 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent zu und bleiben damit aber unter dem Bundesdurchschnitt.

EINNAHMEN VON LAND UND KOMMUNEN: In Niedersachsen betrug das Einnahmeplus 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stiegen in Niedersachsen die Ausgaben von Land, Kommunen und Sozialversicherungen um 5,4 Prozent. Der öffentliche Gesamthaushalt wies einen Finanzierungsüberschuss von 475 Euro pro Kopf aus.

BEVÖLKERUNG: Dank der Zuwanderung ist die Bevölkerungszahl 2018 zum siebten Mal in Folge gestiegen und nähert sich der Acht-Millionen-Grenze. Die Überalterung hält aber an, weil trotz des Zuzugs weiterhin weniger Kinder geboren werden als Menschen sterben. Erwartet wird deshalb, dass der Bevölkerungszuwachs nicht von Dauer ist. Unter dem Strich stieg die Bevölkerungszahl 2018 um fast 20 000 Menschen auf rund 7,98 Millionen Einwohner an. Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung war 65 Jahre und älter. Der Anteil der unter 18-Jährigen betrug 16,6 Prozent. 2018 betrug das Durchschnittsalter der Niedersachsen 44,6 Jahre, vor 50 Jahren war es noch 36 Jahre.

KINDERBETREUUNG: Obwohl Niedersachsen bei der Kinderbetreuung aufholt, bleibt es 2108 noch weit unter dem westdeutschen Durchschnitt. Bei den Unter-3-Jährigen wurden 30,9 Prozent betreut, bei den 3- bis 6-Jährigen waren dies 31,9 Prozent.

BILDUNG: Die Zahl der Schulabbrecher ohne Hauptschulabschluss stieg nach den letzten verfügbaren Daten für 2017 um 0,7 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent. Die Quote der Studienanfänger betrug 2017 praktisch unverändert 40,7 Prozent und lag damit weiterhin deutlich unter der bundesweiten Quote von 57,0 Prozent.

GLEICHSTELLUNG: Der Frauenanteil bei Minijobbern sank 2018 gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 62,5 Prozent. Bei den Teilzeitbeschäftigten ging der Frauenanteil um 1,0 Prozentpunkte auf 79,0 Prozent zurück.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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