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Tatort Polizei: Beamter soll 60 000 Euro gestohlen haben

Hannover  

Tatort Polizei: Beamter soll 60 000 Euro gestohlen haben

11.12.2019, 15:42 Uhr | dpa

Tatort Polizei: Beamter soll 60 000 Euro gestohlen haben. Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" leuchtet

Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" leuchtet am Eingangsbereich der Polizeistation. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Mehrfach sind seit 2017 hohe Geldbeträge aus niedersächsischen Polizeidienststellen verschwunden. Im spektakulärsten Fall steht ein Beamter im Verdacht, rund 60 000 Euro aus einem gesicherten Stahlschrank in der Zentralen Kriminalinspektion Lüneburg (ZKI) gestohlen zu haben. Das Strafverfahren laufe noch, teilte das Innenministerium am Mittwoch in Hannover mit. Der Mann sei vorläufig des Dienstes enthoben worden. Zunächst hatte der NDR über diesen und weitere Fälle berichtet.

Der Verlust des Geldes war in Lüneburg nach einem angeblichen Einbruch über ein Kellerfenster zum Asservatenraum aufgefallen. Der Einbruch entpuppte sich als vorgetäuscht und der in der Dienststelle tätige Polizist geriet in Verdacht. Nach NDR-Angaben war der größte Teil der 60 000 Euro zuvor in einem Terrorismusverfahren sichergestellt worden.

Zuletzt wurden mehrere Sicherheitspannen bei der niedersächsischen Polizei bekannt. Unter anderem verschwanden in Celle eine Maschinenpistole und aus dem Landeskriminalamt ein als vertraulich eingestuftes Dokument. Auch der Verbleib weiterer Dienstwaffen, Handys und Kameras ist unklar. Das ging aus einer Anfrage der FDP-Fraktion an die Landesregierung hervor. Dabei ging es um sicherheitsrelevante Gegenstände, der NDR fragte nun nach verschwundenen wertvollen Dingen.

In der Polizeidirektion Ost wurden zwischen August 2018 und April 2019 aus einem Stahlschrank 3300 Euro Bargeld entwendet. In diesem Fall ist laut Innenministerium eine "tarifbeschäftigte Person" dringend tatverdächtig. Der Diebstahl von knapp 2900 Euro aus einem Tresor in der Polizeiinspektion Göttingen Mitte 2018 konnte nicht aufgeklärt werden. In der ZKI Lüneburg verschwanden bereits 2017 knapp 2500 Euro aus einem Stahlschrank im Asservatenraum. Auch hier laufen die strafrechtlichen Ermittlungen. Gegen den für die Sicherstellung des Bargeldes verantwortlichen Polizeibeamten wurde zudem ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Bei der Braunschweiger Polizei waren dagegen drei sichergestellte hochwertige Fahrräder sowie ein teurer Fahrradrahmen nicht sicher vor Dieben. Sie standen im einem Fahrrad-Asservatenkeller, zu dem im Tatzeitraum zwischen Mai und Juli 2019 auch Mitarbeiter verschiedener Baufirmen Zugang hatten. Erst Mitte Juli war der Verlust eines Rads im Wert von rund 1100 Euro entdeckt worden.

Das Innenministerium sieht keinen Anlass, den Umgang mit beschlagnahmten Wertgegenständen zu ändern. Es handele sich nur um wenige Fälle innerhalb von drei Jahren. "Hier geht es um Kriminalität, nicht um Schwächen im System", sagte Sprecher Philipp Wedelich. Allein bei der Polizei gebe es landesweit über hundert Asservatenkammern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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