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Zoos in Niedersachsen und Bremen prüfen Brandschutzkonzepte

Osnabrück  

Zoos in Niedersachsen und Bremen prüfen Brandschutzkonzepte

02.01.2020, 17:56 Uhr | dpa

Zoos in Niedersachsen und Bremen prüfen Brandschutzkonzepte. Eingang des Zoo Osnabrück

Der modellhafte Kopf einer Giraffe ist am Eingang vom Zoo Osnabrück zu sehen. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach dem verheerenden Feuer im Krefelder Zoo prüfen Zoos in Niedersachsen und Bremen ihre Brandschutzmaßnahmen. "Eine Überprüfung ist bereits angeschoben", sagte die Sprecherin des Zoos Osnabrück, Hanna Räckers, am Donnerstag mit Blick auf das bestehende Sicherheitskonzept. Das Unternehmen stehe beim Thema Brandschutz in Kontakt mit anderen Zoos. Ob weitere Maßnahmen ergriffen werden, müsse die Prüfung zeigen. Ähnlich äußerte sich Bastian Lange vom Zoo am Meer in Bremerhaven. "Wir setzen uns mit unserem Brandschutzbeauftragten und Sachverständigen zusammen und werden unser Brandschutzkonzept auf Lücken prüfen."

Bei dem Feuer im Krefelder Zoo waren in der Nacht zu Neujahr mehrere Menschenaffen gestorben, darunter Orang-Utans, Gorillas und ein Schimpanse. Das Affenhaus brannte ab, es entstand ein Millionenschaden. Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer durch eine Himmelslaterne verursacht wurde. Das Affenhaus im Krefelder Zoo hatte keine Brandmeldeanlage. Nach Angaben des Zoos ist dies nicht vorgeschrieben.

Zoos in Niedersachsen und Bremen haben nach eigenen Angaben Notfallkonzepte. "Darin werden unter anderem Alarmierungen, die Koordination aller Rettungskräfte bei außergewöhnlichen Vorfällen, mögliche Evakuierungen und die Zusammenarbeit mit der Polizei, den Rettungskräften sowie der Feuerwehr und unserem Sicherheitsdienst geregelt", erklärte etwa die Sprecherin des Zoos Hannover, Simone Hagenmeyer. Ob und in welchen Tiergehegen es Brandmelder gibt, konnte sie zunächst nicht sagen.

In Osnabrück gibt es nur im Unterirdischen Zoo ein Brandmeldesystem, das an das Brandmeldesystem des benachbarten Museums angeschlossen ist, wie die Sprecherin berichtete. Ihr zufolge funktionieren Brandmelder in Tiergehegen mitunter nicht zuverlässig, denn Staub oder durchfliegende Tiere könnten Fehlalarme auslösen. "Der Nutzen ist dann nicht mehr gegeben." Aber: "Der Zoo Osnabrück hat nun aber schon angestoßen, dass die Gebäude erneut geprüft werden."

Als Vorkehrung gegen Brände nannte sie, dass die Tierhäuser in Osnabrück überwiegend schwer entflammbare Betonbauten sind. Zudem seien brandsichere Türen verbaut und die Gebäude in einzelne Segmente geteilt. Für den Fall eines Feuers gebe es einen festen Ablaufplan. "Jeder Zoomitarbeiter weiß, was er zu tun hat. Vor Ort haben wir Feuerlöscher, Feuerwehrschläuche und flächendeckend im ganzen Zoo Unterflurhydranten", so Räckers.

Im Zoo in Bremerhaven gibt es Brandmelder nur in Räumen und Gängen, in denen sich Menschen aufhalten. Tiergehege sind dem Tierarzt Bastian Lange zufolge nicht mit Brandmeldern ausgestattet. Warum dies so ist, wisse er nicht. Er vermutete, dass es durch Staubentwicklung und Wasserdampf zu Fehlalarmen komme könnte. "Wir prüfen, ob Brandmelder sinnvoll sein könnten", sagte er. Grundsätzlich gebe es im Zoo am Meer wenig Brandlast. In den Gehegen gebe es viele Felsen, viel Beton, überall Brandschutztüren. Aber: "Man kann nie sicher sein." Auch die Gefahr eines Kurzschlusses bestehe immer. Daher werde das Konzept nun überprüft.

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