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FDP zu Düngevorgaben: CDU muss Farbe bekennen

Hannover  

FDP zu Düngevorgaben: CDU muss Farbe bekennen

27.01.2020, 13:47 Uhr | dpa

FDP zu Düngevorgaben: CDU muss Farbe bekennen. Barbara Otte-Kinast (CDU)

Barbara Otte-Kinast (CDU). Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Im Streit um zu viel Dünger in der Landwirtschaft fordert die FDP die niedersächsische Landesregierung auf, sich im Bund für ein engmaschigeres Messstellennetz einzusetzen. Die bisher als belastet ausgewiesenen "roten Gebiete" im Land, in denen weniger gedüngt werden soll, seien zu groß und bildeten die Belastung ungenau ab, kritisierte FDP-Fraktionschef Stefan Birkner am Montag in Hannover. Nach Angaben des Agrarministeriums zählen 39 Prozent der Landesfläche zu den "roten Gebieten". Dabei machte die Regierung bereits von einer Möglichkeit Gebrauch, bestimmte Gebiete auszulassen, ansonsten wären es rund 60 Prozent.

"Wir wollen insbesondere sehen, wie die CDU dasteht", sagte Birkner mit Blick auf die Landtagssitzung am Donnerstag und ergänzte in Richtung des CDU-Landeschefs: "Bernd Althusmann muss mal Farbe bekennen." Auf Landesebene fordere die CDU zwar ebenfalls mehr Messstellen, setze das im CDU-geführten Bundesagrarministerium aber nicht durch. Auch das niedersächsische Agrarministerium führt mit Barbara Otte-Kinast eine CDU-Politikerin.

Laut Bundesumweltministerium werden bundesweit 697 Messstellen für die Erhebung der Nitratwerte herangezogen. Das sei repräsentativ für die landwirtschaftliche Bodennutzung. Mehr als jede vierte Messstelle überschreite den Zielwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter.

In Niedersachsen setzten die Landwirte dem jüngsten Nährstoffbericht zufolge von Juli 2017 bis Juni 2018 rund 50 000 Tonnen Stickstoff mehr ein als die Pflanzen zur Düngung gebraucht hätten.

Mitte Januar hat die Landesregierung den Bund dennoch bereits aufgefordert, von einer pauschalen Reduzierung der Düngung in den Gebieten mit hoher Grundwasserbelastung Abstand zu nehmen. Landwirte fürchten, dass ihre Erträge dadurch geringer ausfallen. Allerdings drohen Deutschland seitens der EU Geldstrafen in Millionenhöhe, wenn es nicht gelingt, die Verunreinigung des Grundwassers zu stoppen.

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