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Kiel: Forschungsschiff "Poseidon" soll bald Flüchtlinge retten

Neue Mission für "Poseidon"  

Kieler Forschungsschiff wird in Zukunft Flüchtlinge retten

31.01.2020, 18:26 Uhr | dpa

Kiel: Forschungsschiff "Poseidon" soll bald Flüchtlinge retten . Forschungsschiff "Poseidon": Das Schiff bekommt eine neue Verwendung.  (Quelle: dpa/Archivbild/Jens Klimmeck/Geomar)

Forschungsschiff "Poseidon": Das Schiff bekommt eine neue Verwendung. (Quelle: Archivbild/Jens Klimmeck/Geomar/dpa)

Die "Poseidon" aus Kiel hat eine neue Verwendung gefunden. In Zukunft soll das Forschungsschiff im Mittelmeer bei der Seenotrettung von Flüchtlingen helfen. Ein Aktionsbündnis hat es gekauft.

Das frühere Kieler Forschungsschiff "Poseidon" kann zum Flüchtlingsschiff des überwiegend kirchlichen Bündnisses "United4Rescue – gemeinsam retten" werden. "Ich freue mich, dass die Poseidon, die über Jahrzehnte im Dienste der Wissenschaft auf den Weltmeeren unterwegs war, nun eine neue Verwendung in der Seenotrettung findet", sagte Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Sie wünsche der zukünftigen Crew allzeit gute und sichere Fahrt und sich, dass "Menschen in ganz konkreter Not geholfen werden kann".

Schiff im Wert von einer Million Euro

Das Bündnis hatte bei einer am Freitag zu Ende gegangenen Ausschreibung der Verwertungsgesellschaft des Bundes (Vebeg) das Höchstgebot abgegeben. Die konkrete Kaufsumme war zunächst nicht bekannt. Nach Medienberichten soll die "Poseidon" einen Schätzwert von etwa einer Million Euro haben. Der Auftraggeber der Ausschreibung, das schleswig-holsteinische Wissenschaftsministerium, hatte nach Angaben eines Sprechers ein Widerspruchsrecht. Das Schiff sei in einem "fairen und transparenten Verfahren" versteigert worden.

Die 1976 in Dienst gestellte "Poseidon" war bis 2019 im Einsatz des Kieler "Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung" und Vorgängerinstitutionen. Das rund 60 Meter lange Schiff war unter anderem im Atlantik und im Mittelmeer in zahlreichen Forschungseinsätzen.

Dem Bündnis "United4Rescue" gehören nach Angaben eines Sprechers inzwischen rund 300 Partner an, darunter die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Mehrzahl der Landeskirchen wie die Nordkirche, aber auch die Musikband Revolverheld und der Deutsche Gewerkschaftsbund. Der Filmemacher Wim Wenders hat die Initiative mit seinem Namen und einer Spende unterstützt – wie Tausende Privatpersonen. Das Aktionsbündnis hatte sich am 3. Dezember 2019 in Hamburg konstituiert. Es will die "Poseidon" in diesem Jahr als ein Seenotrettungsschiff ins Mittelmeer entsenden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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